Skip to main content

Holunderblüten-Sirup Rezept

Holunderblüten-Sirup

Die warme Jahreszeit ist endlich mit voller Kraft in Wien angekommen und sehr belebend wirkt bei diesen hohen Temperaturen eine eisgekühlte Erfrischung. Duftende Holunderblüten stehen im Moment in ihrer ganzen Pracht überall zum Ernten. Was liegt also näher als einen köstlichen Sirup daraus zu bereiten, an dem man den ganzen Sommer und noch länger seine Freude haben wird. Holunderblüten-Sirup schmeckt nicht nur köstlich, sondern ist auch sehr gesund – dient insbesondere der Stärkung des Immunsystems. Außerdem kommt er völlig ohne künstliche Aromen und Konservierungsmittel aus. An einem kühlen Ort (muss kein Kühlschrank sein) hält er sich sogar bis zu einem Jahr. Allerdings nicht bei uns, wir sind im Sommer immer sehr durstig. Ach ja, und ganz wichtig: Die Blütendolden sollten nur bei sonnigem Wetter geerntet werden, damit sie durch den Blütenstaub der vollständig geöffneten Blüte ihr Aroma entfaltet können.

Rezept für ca. 3 Liter köstliche Immunstärkung
Wasser abkochen und auskühlen lassen. Beim Pflücken der Holunderblütendolden darauf achten, dass keine blinden Passagiere (Insekten) an Bord sind. Den Boden einer großen Schale mit den Zitronenmelisse-Zweigen bedecken. Die Holunderblüten-Dolden darauf verteilen und mit dem Saft von 4 Zitronen beträufeln. Die restlichen 5 Zitronen in Scheiben schneiden und auf die Holunderblüten legen. Jede Zitronenscheibe einmal von oben ein bisschen quetschen bis der Saft etwas austritt. Mit dem abgekochten Wasser übergießen und drei Tage abgedeckt an einem nicht zu warmen Ort stehen lassen. Dann durch ein Tuch oder Sieb abseihen und bei kurzem Aufkochen den Zucker darin auflösen und wieder abkühlen lassen. Flaschen zum Abfüllen entweder kurz in den heißen Backofen oder mit heißem Wasser ausspülen. Den abgekühlten Sirup in die Flaschen abfüllen und gut verschließen.

Holunderblüten-Sirup

Holunderblüten-Sirup

Ein Spritzer Holunderblüten-Sirup passt sehr gut in ein sommerliches Glas Sekt oder Prosecco.

Portionen: 2
Schwierigkeitsgrad: einfach
Zubereitungszeit: 30 Minuten

Zutaten
2,5 Liter Wasser, abgekocht
20 Holunderblüten-Dolden, die schön in Blüte stehen
4 Zweige Zitronenmelisse, gewaschen
9 Zitronen, unbehandelt und gewaschen
2 kg Zucker



Kommentare

sigrid 9. 6. 2017 um 13:27

Hab den Sirup nach Rezept angesetzt und – wie im Rezept gefordert 4 Tage warm gestellt.
Ergebnis: Schimmelbrühe 🙁


Holunderblütensirup | kochend-heiss.de 31. 7. 2011 um 20:45

[…] ich das Rezept zum Holunderblütensirup bei der Buntköchin gesehen habe, war ich als Stadtkind sehr fasziniert, dass man so was auch […]


tina 20. 5. 2011 um 15:30

Vielen Dank für das Rezept, ich habe auch lange eins ohne Zitronensäure gesucht und nun gefunden und den Sirup gerade angesetzt, allerdings hab ich den Zucker gleich von Anfang an mitgekocht, mal sehen, wie es wird…

liebe Grüße
Tina


Buntköchin 1. 10. 2009 um 14:02

Hallo Resi, danke für dein Rezept. Das hört sich sehr gut an. Mit Zitronensäure ist er sicher lange haltbar. Ich mag Sirup aus Holunderblüten total gerne.


Resi Deutsch 1. 10. 2009 um 13:41

ich mache seit Jahren Holunderblütensirup zum Trinken, habe eben wieder 1 Flasche verschenkt. dazu mein Rezept: 14 Holunderblütendolden mit 1 1/2 l. Wasser ansetzen, 2 Tage stehen lassen, dann abseihen. Die Flüssigkeit mit 2 kg. Zucker aufkochen u. 50 g. Zitronensäure zufügen. Heiß in Flaschen füllen und verschließen. Zum Trinken mit Wasser verdünnen-ca. 1:10.
Kann man auch mit Sekt oder Eis geniesen. Lange haltbar.


Buntköchin 9. 6. 2009 um 19:26

@lillebi: Mir war gar nicht klar, dass das so selten ist, den Holunderblütensirup ohne Zitronensäure zu machen. Ich kenne das gar nicht anders. Man muss aber wirklich sehr sauber in die sterilen Flaschen abfüllen, sonst ist die Haltbarkeit kürzer.


lillebi 9. 6. 2009 um 18:12

Da suche ich mich ewig durch die Weiten des www nach einem Rezept ohne Zitronensäure und finde es durch Zufall hier bei dir. Das Gute liegt doch manchmal so nah… 🙂


Buntköchin 5. 6. 2009 um 09:19

@Dadja: Bei deinem Rezept ist extrem wenig Zucker drin. Ich würde auf 3 Liter Wasser 3 kg Zucker nehmen. Wenn du mindestens 12 Blütendolden genommen hast, müsste es eigentlich ungefähr hinkommen. Wenn du weniger genommen hast, leg nochmal was nach für 1 Tag. Dann abseihen und filtern. Leicht erwärmen (nicht kochen) und die weiteren 2 kg Zucker darin auflösen. Dann ist er bestimmt nicht mehr sauer. Schreib mir mal, ob es funktioniert hat. Liebe Grüße, Buntköchin


dadja 5. 6. 2009 um 09:03

Hallo, ich habe gerade einen Sirup nach einem anderen Rezept vorbereitet, leider zu viel Zitronensäure reingemacht, ist tierisch sauer. Ich habe es nochmals verdünnt und ich glaube dass ich das ganze nochmal ansetzen werde. Geht es? Wenn ich in den fertigen Sirup nochmals für 2 Tage ein Paar Blütten reinlege, damit der Geschmack besser wird? Ich habe jetzt ca 3 Liter Wasser, 1 kg Zucker 3 Zitronen und 30 g Säure reingetan – zu saueeeeeeeeeer. Den nächsten Sirup mache ich bestimmt nach deinem Rezept!! Danke Dadja Übrigens eine tolle Seite, werde bestimmt oft reischauen – Kompliment.


Buntköchin 28. 5. 2009 um 19:03

@Gourmet: Ich wußte gar nicht, dass man die auch auf dem Markt kaufen kann. Ist aber wahrscheinlich sowieso nicht gut sie zu kaufen, weil der Blütenstaub beim Transport eventuell abgeschüttelt wurde und der ist sehr wichtig. Das tut mir wirklich leid, der Sirup ist sooo lecker.


gourmet 28. 5. 2009 um 18:46

Auweh, da lohnt es sich etwas auf dem Lande zu wohnen. Ich war heute auf dem Markt, die Preise für Holunderblüten lassen sich grob mit Trüffeln vergleichen, jedenfalls in Köln. Grrr 🙁


Buntköchin 27. 5. 2009 um 08:09

@Anikó: Kannst gerne mitkommen. 🙂 Ich habe selber noch keine Ahnung wie man Himbeersirup macht. Da muss ich erst mal ein paar ländliche Omas befragen. Den Himbeersirup kauft sich heutzutage wahrscheinlich fast jeder im Geschäft. Um so interessanter das mal auszuprobieren. Das schreibe ich dann auf jeden Fall. Im Moment habe ich einen Eimer Kirschen in der Küche stehen und noch keine Ahnung, was ich damit anfange.


Anikó 26. 5. 2009 um 20:46

@ Buntköchin: Ich will mit!!! 😉 Naja, geht leider nicht, zu weit weg von Mitteldeutschland aus. Aber habe mitbekommen, dass in Ungarn schon die Kirschen reif sind also kann es mit den Himbeeren nicht mehr lange dauern 🙂 Kannst ja mal schreiben, wie Du den Sirup machst, ich kenne nur die langwierige, kalte Methode.


Buntköchin 26. 5. 2009 um 09:12

@Rico: Danke schön. 🙂
@Anikó: Himbeersirup ist auch meine Nr. 1. Und das Problem mit den teuren, schlechten Himbeeren hatte ich auch, bis du diesen Kommentar schriebst und mich auf die Idee gebracht hast, ich kann mir die Himbeeren ja eigentlich in Ungarn holen. Genial, ist nicht weit und lässt sich mit einem netten Ausflug verbinden. Danke, da werden Himbeerträume wahr.
@barcalex: Sowas gabs in meiner Kindheit nicht.
@Karin: Das ist natürlich auch eine tolle Idee den feinen Holundergeschmack zu konservieren. Und nix verschenken, selber geniessen! 😉


Karin 26. 5. 2009 um 07:51

Will jetzt los um Zitronen einzukaufen, denn die Hollunderblüten sehen zu verlockend aus. Im letzten Jahre habe ich Gelee daraus gekocht, leider zu wenig und dann auch noch einen Teil verschenkt, dies wird im diesem Jahr anders.
Anwendung ganz einfach:
Anstatt des Zuckers habe ich Gelierzucker genommen.


barcalex 25. 5. 2009 um 21:31

Mmmmmmhhhhhh, Kindheitserinnerungen werden wach.


Anikó 25. 5. 2009 um 21:08

@Buntköchin: Am liebsten mag ich selbstgemachten Himbeersirup der ungarischen Tante. Göttlich! Allerdings werde ich mich hüten den selbst zu machen, zuviel Schweinkram, zuwenig billige und gleichzeitig gute Himbeeren für mich erreichbar. Also weiter träumen und verschiedene kaufbare Sorten probieren 🙂


Rico 25. 5. 2009 um 17:44

Das werde ich auf jedem Fall mal ausprobieren, ich kenn es nur als Holunderlikör. Dein Blog wird immer besser.. Glückwunsch


Buntköchin 25. 5. 2009 um 16:11

@Anikó: Da wäre jetzt interessant, welcher dein liebster Sirup ist?
@Mestolo: Statt der Zitronensäure sind extra viel echte Zitronen drin. Ist zwar viel teurer, aber ich mag auch lieber echte Früchte.


Mestolo 25. 5. 2009 um 07:10

Ah, super. Und ein Rezept was ohne extra Zitronensäure auskommt, das finde ich toll. Fast bin ich versucht, das auch zu machen.


Anikó 24. 5. 2009 um 20:39

Habe mir extra von Frau Mama ein richtig großes Gefäß mitgenommen, damit ich ordentliche Mengen meines zweitliebsten Sirups machen kann 🙂 Das Bild ist wirklich schön!


Buntköchin 24. 5. 2009 um 10:35

@Johannes: In Baden Württemberg gibt es jetzt sicher auch genug Holunder.
@kochen-heiss: Ich muss gestehen, dass ich noch nie Aperol probiert habe. Ich sollte das vielleicht mal nachholen.
@Barbara: Prost!
@Houdini: Holder klingt noch besser als Holler.Lustig, dass Frau H. es fast genauso macht. Wo es doch bestimmt tausende Holdersirup-Rezepte gibt.
@lamiacucina: Ich schubse sie mit spitzen Findern von der Blüte runter. Pusten geht nicht, weil dann der Blütenstaub weg wäre.
@Gourmet: Holunder brauchst du nicht auf dem Markt kaufen. Der wächst gratis in der Natur. Spaziergänge stärken auch das Immunsystem. 😉


Gourmet 24. 5. 2009 um 09:46

Hmm, habe ich noch nie gemacht. Stärkung des Immunsystems kann ich gut gebrauchen nach einer Sommergrippe. 🙂 Mal schauen ob es die Blüten auch auf dem Markt gibt, in Köln ist das sonst so eine Sache.


lamiacucina 24. 5. 2009 um 05:40

und wie kriegt man die blinden Passagiere wieder los ?


Houdini 23. 5. 2009 um 20:35

Ja, Deine Bildchen, super, immer!!!
Meine Frau H macht es beinahe gleich wie in Deinem Rezept beschrieben. Interessant für mich ist das wienerische Holler, bei uns alemannisch Holder.


Barbara 23. 5. 2009 um 19:54

Mag ich auch total gerne – danke fürs Rezept!


kochend-heiss 23. 5. 2009 um 17:39

Das ist ja cool. Kenne ich nur gekauft. Ich finde neben Aperol ist Holundersaft sehr lecker im Prosecco. Muss ich mal probieren.


Johannes 23. 5. 2009 um 15:44

Super, Danke für das Rezept, das will ich nämlich die nächsten Zage machen!


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *