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American Cheesecake | Käsekuchen Rezept

American Cheesecake | Käsekuchen

Luftig-locker und von dezenter Süße – sind keine Attribute die man einem American Cheesecake zuschreiben kann. Im Gegenteil zum Österreichischen Topfenkuchen lebt dieser Amerikanische Kuchenklassiker von seiner Kompaktheit gepaart mit einem Süßungsgrad, der die meisten Europäer in die Flucht schlägt. Nach zahlreichen Versuchen ist es mir endlich gelungen, ihn so hinzubekommen, dass er seinen typischen Charakter behält und die Süße nicht mehr dominant ist.

Nahrhaft und sättigend ist er immer noch geblieben. Experimente mit fettreduziertem Frischkäse ließen den Geschmack völlig einbrechen. Deshalb backe ich ihn lieber in einer kleinen Springform und esse etwas weniger davon. Wer eine locker-luftige Topfentorte auf seinem Tisch stehen sehen möchte, sollte von diesem Rezept lieber Abstand nehmen. Zum Probieren findet man in jeder Kuchenvitrine der allseits bekannten Amerikanischen Kaffeehauskette das Original-Exemplar. Meiner ist einfach weniger süß, aber ansonsten schon ziemlich ähnlich.

Rezept für einen cremig-kompakten Amerikanischen Topfenkuchen
Backofen vorheizen auf 180° C/Umluft. Butterkekse in einem Plastikbeutel ganz fein zerkrümeln. Butter in einem Topf bei ganz niedriger Temperatur schmelzen lassen und mit den Butterkekskrümeln vermischen. Eine Springform mit Backpapier auslegen.

Tipp: Um die Springform mit Backpapier auszulegen, benötigt man eine besondere handwerkliche Begabung. Nervenschonender ist es, die Form mit Butter auszustreichen und dick Paniermehl reinzustreuen. Das ist sowieso kein Diätkuchen, also was sollen die paar Kalorien mehr da noch anrichten können.

Die Keksmasse in die Form geben und mit einem Löffel am Boden festdrücken und seitlich einen niedrigen Rand formen. 8 Minuten im Ofen backen.

Käsekuchen

Käsekuchen

Speisestärke und Zucker vermischen. Dann den Frischkäse cremig einrühren. Jetzt das Ei einrühren und als nächstes unter Rühren die Sahne einfließen lassen. Vanillezucker untermischen.

Die Käsemasse in die Form gießen und glattstreichen. Im Ofen bei 180° C/Umluft ca. 45 Minuten backen bis die Oberfläche die gewünschte Farbe hat. Wer ihn gerne besonders hell mag, kann nach ca. 30 Minuten Backpapier auflegen um die Bräunung zu stoppen.

In der geschlossenen Form vollständig auskühlen lassen. Das dauert ein paar Stunden. Dann in den Kühlschrank stellen. Ich löse die Springform erst nachdem er im Kühlschrank komplett fest geworden ist, so bleibt die Oberfläche ohne Risse.

Portionen: 2
Schwierigkeitsgrad: einfach
Zubereitungszeit: 30 Minuten

Zutatenenjoy

für eine Springform 18 cm Durchmesser:
100 g Butterkekse
50 g Butter
400 g Frischkäse (Doppelrahmstufe)
90 g Zucker
70 ml Sahne (Schlagobers)
1 Ei, klein
2 gestrichene EL Speisestärke (z.B. Maizena)
2 TL Bourbon Vanille-Zucker

für eine Springform 26 cm Durchmesser:
200 g Butterkekse
100 g Butter
800 g Frischkäse (Doppelrahmstufe)
180 g Zucker
140 ml Sahne (Schlagobers)
1 Ei, groß
4 gestrichene EL Speisestärke (z.B. Maizena)
4 TL Bourbon Vanille-Zucker



Kommentare

sylvias kindle 27. 6. 2017 um 14:45

ich verstehe nicht ganz aber sind denn die <butterkeke nicht zu süss


Bulgariana 28. 8. 2011 um 07:12

Ich habe das Rezept schon viele Male nachgebacken – und gerade eben werden daraus Cheesecake Cupcakes 🙂 i´m in love


Amato 11. 1. 2010 um 18:55

Schon mal den japanischen Käsekuchen probiert? Der ist ganz ohne Boden, wird gedämpft gebacken. So luftig wie eine kleine Wolke…Sehr lecker!Und einfach.
(ich sollte das Rezept unbedingt wieder machen, und reinstellen, nach dem Anblick Deines Kuchens habe ich richtigen „Kuchenhunger“ bekommen.)


Buntköchin 12. 10. 2009 um 10:57

@Michi: Vollkornkekese schmeckt da sicher auch gut. Versuche ich nächstes Mal auch mal. Der Boden mit Backpapier ausgelegt ist schon sehr praktisch, weil dann nichts zerbröselt beim Rausnehmen. Den Rand lege ich nur aus optischen Gründen aus. Sieht einfach schöner aus hinterher, aber den kann man auch einfetten ohne, dass etwas kaputtgeht.


Michi 12. 10. 2009 um 09:27

Kleiner Tip: Mit den Vollkornbutterkecksen finde ich es noch besser. Würde im übrigen auch zu einer Antihaftbackform mit etwas Butter eingefettet raten, mit Papier stell ich mir das arg anstrengend vor die Keksmasse hinzukriegen.


tobias kocht! 30. 8. 2009 um 00:07

lecker, lecker. wird probiert.


Buntköchin 18. 8. 2009 um 20:37

Klingt logisch. Dann ist es nicht mehr so störrisch. Einen Versuch ist es wert. Danke für den Tipp.


Claudi 18. 8. 2009 um 10:09

Ist nicht auf meinem Mist gewachsen, aber wenn man das Backpapier mit den Händen ordentlich zerknüllt, ist es danach ganz prima formbar und damit auch relativ nervenschonend zu verarbeiten (ich weiß genau was Du meinst ;-)).
VG,
Claudi


mipi 17. 8. 2009 um 17:35

Tolles Foto. Sieht zum Reinbeißen aus.


Buntköchin 17. 8. 2009 um 09:41

@Gourmet: Ist wirklich ein kleines Küchli geworden. 🙂
@Kochschlampe: Das Rezept wird sicher auch von Personen gelesen, die nicht so routiniert sind wie du. Leg mal jemandem, der noch nie gebacken hat, eine Springform mit Backpapier hin und schau, was passiert. Dann weißt du, was ich meine. Viel Spaß beim Käsekuchen-Wettbewerb. Ich wünsche dir einen robusten Magen! 😉


KochSchlampe 17. 8. 2009 um 08:36

Ich wusste gar nicht, dass ich besonderes handwerkliches Geschick habe… Ich fand es immer sehr einfach, eine Springform mit Backpapier auszulegen:
Abgesehen davon, dass ich die Form erst einfette, mache ich Teil 1 wie bei Jutta. Teil 2 (also den Rand): einfach Backpapierstreifen gerade zuschneiden, ein wenig breiter als die Form hoch ist. Durch das Fett haftet das Papier 1a an der Form und Frieden.

Abgesehen davon… ich habe gerade mit meinen Mädels lose geplant, demnächst ein mittleres Vergleichsbacken mit unterschiedlichen Käsekuchen zu machen. Alles in auch in kleinen Formen. Mal sehen, ob wir das umsetzen… wenn ja, wird es dokumentiert.


gourmet 17. 8. 2009 um 05:48

Wow tolles Foto geworden, schickes Küchli hast du da !! Käsekuchen mag ich sehr.


Buntköchin 16. 8. 2009 um 18:18

@kochend-heiß: Ja, ohne Zucker reduzieren, klebt der Mund zusammen.
@Nathalie: Das kenne ich noch nicht. Klingt sehr gut und werde ich mir nächste Woche auch anschaffen. Schont die Nerven. 😉
@Bulgariana: Diese rausgerissenen, verschwundenen Rezepte kenne ich sehr gut. Tauchen nach vielen Jahren dann doch noch überraschend wieder auf.
@Rike: Danke, für den Tipp. Hab es gerade zur Hedonistin gemailt. Ich komme bei diesen vielen Blog-Events gedanklich gar nicht mehr mit.
@Basler Dybli: Das kann doch kein ZUFALL sein. Diese neue Backform möchte sicher sofort verwendet werden. Das Schicksal hat sicher deine Form und mein Rezept mit Absicht zusammengeführt. 😉
@Hannes: Ich habe auch nur ganz kleine Stücke aus diesem Cake geschnitten. 🙂
@Schnickschnackschnuck: Das ist wirklich ein Rezept für Backfeinde. 😉
@Fabella: Bin schon gespannt auf deinen Kuchen. Zeig ihn bitte aber auch her.
@Gabi: Mit Fruchtsauce ist der ganz klar noch toller. 🙂
@Eva: Ist wirklich eine angenehme Süße.
@Chefkoch Andy: Ja, Käsekuchen ist was Feines.
@Jutta: Ach, so einfach machst du das. Ich male die Kontur des Bodens immer auf dem Papier nach, schneide aus und lege es dann rein. Deine Technik ist eindeutig ausgereifter und wird ab jetzt übernommen.


Jutta 16. 8. 2009 um 18:04

Liest sich toll!

Und zum Auskleiden des Bodens: Bodenteil auf die Arbeitsplatte legen. Ein Stück Backpapier abschneiden, das größer als der Boden ist – muss nicht rund sein. Auf das Bodenteil legen. Rand der Form aufsetzen und schließen. Mit einer Schere überschüssiges Backpapier abschneiden. Fertig. Dauert eine Minute. Höchstens.
Und beim Rand reicht bestimmt, ihn nur zu fetten.


Chefkoch Andy 16. 8. 2009 um 18:00

Für Käsekuchen in allen Variationen bin ich immer zu begeistern. Schön das Du auch zwei Springformengrößen angeben hast mit entsprechenden Rezepturen.
,-)


Eva 16. 8. 2009 um 13:17

Meist kommt die Süße ja mit aus dem Butterkeksboden…aber ich verlasse mich auf den Urteil, wenn du sagst, er ist nicht so süß und stelle ihn direkt mal auf die Nachbackliste!


Gabi 16. 8. 2009 um 11:51

Schönes Rezept und schön beschjriebener „Steckbrief“ des amerikanisches Käsekuchens 🙂 Am besten schmeckt er übrigens mit einer Fruchtsauce – Erdbeeren oder Brombeeren, finde ich superlecker…


Fabella 16. 8. 2009 um 08:16

Lach .. und bei mir steht fast ein identischer heute auf dem Backplan – eine Art Käsekuchen, kleine Springform .. nur wirds nicht amerikansich. Aber Dein Foto kann ich garantiert nicht toppen. Das ist wieder so was von ausgezeichnet, das könnte ganz locker aus einem Backbuch stammen. Genial!


Schnick Schnack Schnuck 16. 8. 2009 um 08:02

Ui, sieht der lecker aus. Der Butterkeksboden gefällt mir als bekennender Bakcfeind natürlich ausgesprochen sehr gut!


Hannes 16. 8. 2009 um 07:43

Herrlich in Szene gesetzt und Du hast vollkommen Recht. Lieber etwas gehaltvoller dafür darf es ruhig weniger sein! Wenn es auch sehr sehr schwer fällt :-).


Basler Dybli 16. 8. 2009 um 07:38

Habe per Zufall gestern die 18-er-Springform (antihaft!) von KAISER gesehen und gekauft. Gleiches Motto: lieber kleiner aber richtig, als gross und fettreduziert. Und heute lese ich dein Rezept. Great – that’s timing 🙂
Ich wünsche dir einen schönen Sonntag!


rike 15. 8. 2009 um 21:30

Der wär doch was für die kleinen kuchen der Hedonistin! Klingt total lecker!! War mir tatsächlich immer viel zu süß, muss deines mal ausprobieren! Ich kleide immer nur den Boden mit Backpapier aus, spanne das mit dem Rand ein, der wird etwas bepinselt, geht eigentlich auch ganz gut.


Bulgariana 15. 8. 2009 um 20:58

Tolles Rezept! Ich mag die Zutatenliste und die Zubereitungsart. Ein ähnliches habe vor bestimmt 10-15 Jahren aus einer Brigitte ausgerissen und irgendwann leider verloren. Hiermit habe ich wieder eines, dass genauso lecker klingt 🙂


Nathalie 15. 8. 2009 um 20:20

Zum Auskleiden der Springform nehme ich immer Backalufolie, das geht ganz einfach, läßt sich wie Alufolie „knuddeln“ und nichts klebt. Sehr zu empfehlen.


kochend-heiss.de 15. 8. 2009 um 18:06

Ich stehe ja auf so Süßkram, würde aber bei amerikanischen Rezepten auch immer den Zucker reduzieren. Mal wieder ein geniales Bild!


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