
Balsamico-Schalotten in Rioja
Nachdem ich im italienischen Kochblog cuochedellaltromondo ganz wundervolle Rotwein-Schalotten zum sofort essen fand, machte ich mich in der italienischen Bloglandschaft auf die Suche nach einem Rezept für eingelegte Balsamico-Schalotten. Leider wurde ich nicht so recht fündig, manches war wirklich skurril in der Zutatenmischung, aber ich hatte einen groben Plan, was denn so ungefähr reinkommen könnte. Ich liebe diese kleinen Geschmacksknaller, die auf italienischen Vorspeisenteller eher geizig verwendet werden. Liegt wohl daran, dass man sehr guten Balsamico Essig (sprich: teueren) verwenden muss, damit sie diesen tollen Geschmack entwickeln. Das Experiment hat sich gelohnt. Sie schmecken vorzüglich und die Rotweinsoße hat diese leicht dichte Konsistenz entwickelt, welche die Zwiebelchen so köstlich macht. Rioja habe ich verwendet, weil ich gerade einen besonders köstlichen offen hatte. Ein einfaches Rezept, an dem man bis zu vier Wochen Freude haben könnte!
Rezept für 6 Mini-Vorspeisenportionen oder zwei kleine Einmachgläser
Spülbecken mit heißem Wasser füllen. Schalotten 1 Minute einweichen, damit sich die Schale leichter löst. Dann Schalotten und Knoblauch schälen. In einem Topf den Zucker bei mittlerer Temperatur langsam zum Schmelzen bringen. Die Schalotten dazugeben, wenn der Zucker karamellfarben wird. Die Zwiebelchen darin herumrollen bis die ersten Anbratspuren an den Schalotten zu sehen sind. Ablöschen mit Rotwein und Balsamicoessig. Die restlichen Zutaten dazugeben und bei niedriger Temperatur eine halbe Stunde mit geschlossenem Topfdeckel blubbern lassen. Nachdem alles relativ abgekühlt ist, Schalotten raussammeln und die Weinsoße durch ein Sieb gießen. In Einmachgläser füllen und auf den Kopf gestellt vollkommen auskühlen lassen. Im Kühlschrank mindestens 1 Tag lagern. Passt super als Antipasto mit Weißbrot. Man kann sie auch noch mal aufwärmen und als Beilage verwenden, aber ich mag sie lieber kalt. Im Kühlschrank ungefähr 4 Wochen haltbar.
Zutaten
400 g Schalotten (Minizwiebeln), geschält
50 g Zucker
1/4 l Spanischer Rotwein Rioja
60 ml Aceto Balsamico, gute Qualität
2 Knoblauchzehen
1 Chili, getrocknet
2 Rosmarinzweige
2 Thymianzweige
1 Lorbeerblatt
2 Wacholderbeeren
Koche gerade o.g. Rezept und zwar leider ohne Rotwein, dafür mit einem weißen Chardonnay, bissi abgewandelt das Ganze, dafür um so Leckererer!!!
Optimale Bedingungen! Die sind wirklich sehr lecker, kann ich dir nur empfehlen, das mal zu machen.
Wie wunderbar passend – ich habe noch eine offene Flasche Rotwein stehen, die bald ihren Inhalt verarbeitet sehen will.
Danke für den Linktipp, http://www.cuochedellaltromondo.blogspot.com ist eine richtig gute Seite (deine Seite aber ist ein bisschen leckerer)
@buntköchin: So ein Artikel wäre in der Tat sehr interessant.
@ Houdini: Ich verwende nur die ganz große Glühbirne im Zentrum unseres Planetensystems. Ich fotografiere meist in einem Raum, der von drei Seiten verglast ist, deshalb brauche ich auch kein Stativ, weil es sowieso sehr hell ist und die Belichtungszeiten alle mit freier Hand zu halten sind.Künstliche Beleuchtung beim Essen fotografieren ist eine kleine Wissenschaft, weil Schatten auf den Lebensmitteln meist unappetitlich wirken. Es sei denn, sie werden gestalterisch eingesetzt. So weit bin ich noch nicht mit meinen Fotokünsten. Das spare ich mir für nächsten Winter auf. In direktem Sonnenlicht fotografieren, kommt auch nicht gut, dann sind die Kontraste zu hart. Besser in den Schatten gehen oder bewölktes Wetter bestellen. Besonders wichtig ist der Weißabgleich (die Farbtemperatur) damit die Farben natürlich kommen. Bei den meisten Kameras gibt es die Möglichkeit einen Weißabgleich in einer Vorgabe einzustellen. (Kunstlicht, Sonnenlicht, Wolken usw.) Besser hier die richtige Einstellung wählen als im totalen Automatikmodus zu arbeiten. Dann hat man die häßlichen Farbstiche schon mal nicht mehr. Ich verwende eine Spiegelreflexkamera und bin damit völlig unabhängig in der Objektivwahl. Das macht auch viel aus. Die Standardobjektive sind für mich 50mm Macro und 100mm Macro. Das sind Festbrennweiten, die die Fotoobjekte nicht verzerren und überhaupt in der Abbildung ganz andere Qualität bieten als die Objekte, die standardmäßig bei Kameras dabei sind. Das war jetzt kurz zusammenfasst, damit das Kommentarfenster nicht platzt. Einfallen würde mir noch mehr, aber ich könnte ja mal einen Artikel schreiben, in dem es genauer steht. Vielleicht interessiert es auch andere Küchenkollegen.
Deine Fotos sind Klasse, mit annähernd so gut wär ich bei meinen schon zufrieden. Ich werde mich mehr bemühen und nur mit Übung kommt man vorwärts. Fotografierst Du ab Stativ? Mit indirektem Aufhell-Blitz? Andere Lichtquellen?
Deine Schalotten sehen sehr lecker aus.
@ Mipi: Da hast du recht. Die haben Doppelfunktion.
Danke.
@ Barcalex: Lob ist nie langweilig.
@ Alex: Dir auch schönes Wochenende und danke nochmal für die Inspiration.
Habe nie daran gedacht, die Schalotten einzulegen, super Idee. Werde ich sicherlich nachmachen, damit ich länger etwas davon habe.
Sehr ansprechendes Foto!
Schönes Wochenende
sehr schönes foto mal wieder – auch auf die gefahr hin das meine ständigen wiederholungen und lobpreisungen langweilig werden. auch das antipasti kann ich mir ganz gut vorstellen
Nicht unlecker! Das eignet sich sowohl als Vorspeise als auch als Beilage.
sehr schönes Foto und bestimmt super lecker…LG