Kürbis-Gulasch Rezept

Jetzt ist die beste Zeit für ein herzhaftes Kürbis-Gulasch. Die gesunde Alternative zum klassischen Gulasch steht dem fleischigen Bruder geschmacklich in nichts nach. Oranger wird’s auf unseren Tellern in nächster Zeit wohl nicht mehr werden: Genießen wir also die intensiven Herbstfarben auch auf der Zunge! Die Verwendung der Bezeichung „Gulasch“ in Zusammenhang mit Gemüserezepten mag für manch deutsches Ohr vielleicht etwas befremdlich klingen, ist jedoch in Österreich und Teilen Süddeutschlands Standard für Gerichte, die nach dem Gulasch-Prinzip zubereitet werden. Nördlich des Weißwurst-Äquators verwendet man gerne die Bezeichnung „Eintopf“ für Gerichte dieser Art. In Wien gehört ein riesiger Topf Kürbisgulasch traditionell zu jeder Halloweenparty dazu. Sehr praktisch erweist sich hier die Teilung in vegetarische und Würstl-Variante, da die Frankfurter (Wiener Würstchen) erst am Schluss hineingeschnitten und mit aufgewärmt werden.



Rezept für einen Topf „Indian Summer“ (2 bis 3 Portionen)

Kürbis schälen, Enden abschneiden und der Länge nach vierteln. Kerne und Fäden mit einem Löffel rauskratzen. In große Würfel schneiden.

Paprika waschen und in zwei Hälften teilen. Strunk, Wände und Kerne entfernen. In grobe Stücke schneiden.

Zwiebel in Öl in einem Topf glasig dünsten. Knoblauch 1 Minute mitdünsten. Dann Kürbis, Kartoffeln, Paprika und Tomatenmark dazugeben. Mit Rindssuppe aufgießen. Lorbeerblatt, Kümmel und Paprikapulver beigeben. Bei niedriger Temperatur 20 Minuten köcheln lassen bis alles gar ist. Vom Herd nehmen. Lorbeerblatt entfernen und ca. 1/3 vom Gemüse rausnehmen und fein pürieren. Gemüsemus und Balsamico einrühren. Mit Salz, Pfeffer und Zitronenabrieb abschmecken.

Tipp: Aufgewärmt schmeckt’s am besten! Fleischtiger dürfen sich auch ihr Lieblingswürstl reinschneiden und mit dem Gulasch aufwärmen.

Zutatenmahlzeit

1 Butternutkürbis, 800g
(oder andere Kürbissorte)
1 große Zwiebel, gehackt
1 Paprika, grün
4 Kartoffeln, mittelgroß, geschält, in große Stücke geschnitten
400 ml starke Rindssuppe (oder Gemüsesuppe)
1 Knoblauchzehe, gepresst
1 EL Tomatenmark
1 Lorbeerblatt
1 TL Paprikapulver, edelsüß
1 Prise Kümmel
Salz, Pfeffer
1 EL Aceto Balsamico
abgeriebene Schale einer halben Zitrone (unbehandelt)
2 EL Öl

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24 Kommentare zum Beitrag “Kürbis-Gulasch Rezept”

  1. Mili sagt:

    Super, super lecker und einfach vorzubereiten. Danke für ein tolles Rezept mhhhhhhhhhh :-)

  2. joanna sagt:

    wieviele personen macht das rezept denn satt?

  3. Buntköchin sagt:

    @nokedli: Freut mich, da hast du ja traditionell den richtigen Tag gewählt, das kann ja nur gut gehen.

  4. nokedli sagt:

    anlässlich des heutigen tages, habe ich das kürbisgulasch auch auf den tisch gebracht. es war ein voller erfolg!

  5. [...] verbloggte sie ein Kürbisgulasch (ungarisch tökpörkölt, ausgesprochen wie geschrieben), dass mir ebenfalls sehr bekannt vor kam. [...]

  6. Alex sagt:

    Hatte vor, ein ähnliches Curry zu machen. Jetzt muss ich mich zwischen Curry und Gulasch entscheiden. Oder einfach beides :-) Bin ich froh, daß wir gerade wieder Kürbiszeit haben.

  7. Gulasch, sehr fein und heimatlich. Das sollte ich hier im Süden auch mal probieren :-)

  8. gourmet sagt:

    Hey! Super lecker, mal ganz vegetarischer Gulasch. :) :)

  9. Mestolo sagt:

    Der Name ist Programm – buntcooking! Tolle Farben, schönes Rezept.

  10. Hannes sagt:

    Jawohl, das sieht sehr sehr schön aus, wunderbare Idee mit dem Gulasch!

  11. Buntköchin sagt:

    @Lamiacucina: Wenn man ganz viel frisches, rotes Paprikapulver ins Fleischgulasch gibt, wirds auch ganz schön knallig.
    @Anikó: Dein neues Gravatar gefällt mir total gut. Kann ich mir gut vorstellen, dass Kürbis-Gulasch zu deinen heimischen Kochwurzeln gehört.
    @Barbara: Das war mir gar nicht bewusst, dass es den Butternut-Kürbis nicht überall gibt. Schön, dass du ihn jetzt hast, der schmeckt nämlich richtig gut.
    @Heidi: Genau, das ist auch ein gutes Argument.
    @Noemi: Andere Leute haben gar keinen Butternut und hast gleich mehrere auf Lager? Die Besitzmäßigkeiten der Welt sind wirklich ungerecht verteilt.
    @Basler Dybli: Ich habe das schon mit allen möglichen Würstl-Sorten gegessen. Von Cabernossi bis Chorizo ist da alles drin. Stimmt schon, je würziger das Würstl desto besser schmeckt’s.
    @Aurélie: Quarkklöße ist ja eine abgefahrene Idee. Passt wahrscheinlich gut.
    @Arthurs Tochter: Orange ist meine Lieblingsfarbe. Ich muss mich immer zurückhalten, dass ich nicht alles in meinem Umfeld orange einfärbe.
    @Kochend-heiß: Eintopf schmeckt genauso gut wie Gemüsegulasch. ;-)
    @Jutta: Das war doch ein Butternut, da brauchen deine Hokkaidos keine Angst haben.
    @Schnickschnackschnuck: Kann man die wirklich essen? Vegetarische Würstchen sehen irgendwie so gewöhnungsbedürftig aus. Da habe ich mich noch nicht rangetraut.
    @Eva: Der Herbst malt am schönsten!
    @Chefkoch Andy: Ich weiß gar nicht, wo du zu Hause bist. Auf deiner Seite gibt es kein Impressum

  12. Sehr schönes Gericht! Wobei ich Dir gestehen muß, dass auch bei uns dazu Gulasch gesagt wird. ;-)

    LG Andy

  13. Eva sagt:

    Wunderbare Herbstfarben – und Kürbis ist bei uns sehr beliebt!

  14. Für die vegetarische Ausgabe ließen sich doch sicher noch ein paar fleischlose Würstchen aufschneiden, damits keinen Streit gibt. ;-)

  15. Jutta sagt:

    Wenn ich das meinen beiden Hokkaidos zeige, bekommen die bestimmt ganz doll Angst. Aus gutem Grund!

  16. kochend-heiss sagt:

    Jupp, bei mir wär es auch ein Eintopf. Aber egal. Dein Gulasch-Eintopf sieht einfach klasse aus.

  17. Schöne Idee, und die Farbe ist klasse! Eine Zeitlang war in den Foodblogs alles lila vor Pflaumen, jetzt ist es überall orange, der Herbst ist eine tolle Zeit!

  18. Aurélie sagt:

    Das Foto ist (wie immer) toll gelungen und sehr appetitlich ! Super originell, wir probieren es bald bestimmt, vielleicht mit Croutons und Quarkklöße.
    Danke für die Idee !

  19. Basler Dybli sagt:

    Als bekennender “Würstl-Variante-Fan” überlege ich mir bereits, was noch gehaltvolleres/würzigeres an Wurst als “Wienerli” (wie man bei uns zu sagen pflegt) verwendet werden könnte. Das Rezept liest sich sehr gut, das überzeugende Bild dazu benötigt keines weiteren Kommentars.
    Danke für das gluschtige Rezept!

  20. noemi sagt:

    Passt!
    Ein paar Butternuts liegen noch im Keller und fleischloses Gulasch ist genau meins :-)

  21. Heidi sagt:

    Und gesünder als Fleischgulasch ist es auch noch:-)

  22. Barbara sagt:

    Das Rezept liest sich gut und Dein Foto ist wieder mal super! :-)

    Butternut Kürbisse kriegt man hier inzwischen auch. Letztes Jahr war das noch schwer, das Jahr davor unmöglich, dieses Jahr scheint es der Mode-Kürbis zu sein.

  23. Anikó sagt:

    *kicher* So ein Rezept wollte ich auch demnächst veröffentlichen *g* Die Farbe ist natürlich großartig und damit kann mein Photo bei weitem nicht mithalten :-)

  24. lamiacucina sagt:

    mit dieser Farbe kann leider kein Fleischgulasch mithalten.

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