
Kaiserschmarrn mit Cranberries
Kaiserschmarrn ist ein besonders praktisches Essen. Je nachdem wie groß man die Portionen bemisst, kann man ihn als Haupt- oder Nachspeise genießen. In Wien bekommt man zum Kaiserschmarrn traditionell Pflaumenkompott (Zwetschkenröster) serviert. Ich brauch das nicht unbedingt. Am liebsten mag ich Cranberries als Zugabe oder einfach natura mit viel Zucker. Da bin ich Kind geblieben. Das Rezept kommt von meiner Nachbarin aus der Steiermark. Es gibt dort ein altes Kochbuch nach dem angeblich alle kochen. Sie wusste leider den Titel nicht, aber interessant ist das schon, wenn seit Generationen ein ganzes Bundesland nach nur einem Kochbuch kocht. Die Frage ist jetzt natürlich, haben die das Buch gemeinsam gekauft und wie ist das organisiert, dass jeder mal reinschauen darf? Offensichtlich eine starke Gemeinschaft, die Steirer!
Rezept für zwei süße Kaiser
Mehl, Milch und Vanillezucker verquirlen. Eier trennen und die Eidotter ins Mehl-Milch-Gemisch einrühren. Eiklar zu steifem Schnee schlagen. Salz und Eischnee vorsichtig in die Mehl-Ei-Masse einrühren. Nicht völlig glattrühren, es sollen noch Schneestücke sichtbar sein. Cranberries einrühren.
Butter in einer großen Pfanne bei mittlerer Temperatur erhitzen. Die Masse in die Pfanne gießen und backen bis die Unterseite eine hübsch angebräunte Farbe hat. Mit einem Pfannenwender den Teigfladen in der Mitte teilen, umdrehen und fertigbacken. Mit zwei Gabeln in mundgerechte Stücke zerreißen und kurz weiterbraten. Anrichten und extrem großzügig mit Puderzucker bestreuen.
Zutaten
375 ml Milch
200 g Mehl
3 Eier
1 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz
1 EL Cranberries, getrocknet (kann man auch weglassen oder durch Rosinen ersetzen)
50 g Butter oder Margarine
viel Puderzucker zum Bestreuen
Gaaanz lecker auch das Innere vom frischen feigen im karamelisierten Zucker auflösen, mit Whisky und Orangensaft ablöschen. Das gebe ich bei uns immer über Crepes, schmeckt hier sicherlich auch sehr gut.
@Johannes: Meine Küche hat keine Tür und wenn der Teig richtig locker ist, tanzt er Salsa im Wohnzimmer.
@Kaffeeklatsch: Danke für das Rezept.Kalorienbezüglich hat sich Frau Prato sicher noch keine Gedanken gemacht. Von diesem Schmarrn wird man sicher sehr satt. Ich mache jetzt mal eine kurze Schmarrnpause und dann probiere ich mal dieses Rezept aus. Vom Fettanteil her betrachtet, schmeckt es wahrscheinlich himmlisch.
@Lamiacucina: Als Dessert kann man normalerweise nur eine Mini-Portion verdrücken. Deshalb haben das ein Paar Süßnasen zum Hauptgericht erhoben.
schön fluffig. Hab ich noch nie gemacht, gilt hier wohl eher als Dessert, und dafür brauchts ordentlich Appetit.
Hier ist das versprochene Prato-Rezept von 1881, kurz und knapp: “Man sprudelt 4 Deciliter Obers mit 5 Dottern, 2 Deciliter Mehl und etwas Salz ab, gibt 4 Klar, zu Schnee geschlagen und Rosinen
Sie hat auch ein Rezept für Apfel-Schmarrn, das klingt ganz gut: “Einige säuerliche Aepfel geschält zu dünnen Spalten geschnitten, gibt man in das heiße Schmalz, dann, wenn sie etwas weich werden, Schmarnteig darüber, mit dem man sie mischt. Oder man mischt die Aepfel würfelig geschnitten, nebst Rosinen zu abgerührtem Semmelschmarn und dünstet ihn aus.”
dazu, gießt es in heißes Rindschmalz oder Butter ein, läßt es wie Mehlschmarrn schön braun werden und streut Vanillezucker darüber.” Die Mengen hatte die gute Hausfrau damals im Gefühl
:es sollen noch Schneestücke sichtbar sein: Du bist Kaiserschmarrn-Profi! Genau, nur dann wird diese Delikatesse ein Traum. So bleibt der Rohteig locker und beim backen muß man die Küche zumachen sonst spaziert dieser in das Wohnzimmer
Ein ganz großes Kompliment, auch das Foto, wie immer bei Dir Klasse gemacht.
Ich habe meine Nachbarin gefragt, das St. Martiner Kochbuch liegt bei jedem Steirer in der Wiege. Aber ein altes Rezept von Katharina Prato wäre auch interessant. Bei meinem habe ich Vanillezucker und Cranberries beigefügt. Der Rest ist original aus St. Martin. Wäre toll, wenn du das alte Rezept mal herzeigst. Danke schön, freut mich wirklich sehr. Werde ich auch sicher ausprobieren.
Also wenn es um DAS Kochbuch aus der Steiermark geht, nach dem seit Generationen alle kochen, dann tippe ich doch ganz stark auf Katharina Prato, Die süddeutsche Küche, Erstauflage 1858 – die war nämlich aus Graz. Das Buch hatte zig Auflagen – vermutlich hatte doch jeder Haushalt sein eigenes
Falls es jemanden interessiert, kann ich ein altes Kaiserschmarrn-Rezept von Katharina Prato von 1881 abschreiben, zum Vergleich
@Gourmet: Den kannst du doch locker lecker selber machen.
@Rike: Mit Äpfeln habe ich ihn noch nie bekommen, schmeckt sicher toll. Hier gibts immer nur Pflaumenkompott dazu.
@Steph: Dann wünsche ich: “Guten Appetit!”
@Chefkoch Andy: Gute Idee. Dann ist er noch süßer, da stehe ich drauf.
@kitchenroach: Wo in Österreich habt ihr alle karamellisierte Äpfel bekommen? Das gabs für mich noch nie.
@Alex: Dann stelle ich mein Kochbuch neben deins.
Könnte ich morgens, mittags und abends essen. Eine ganz besondere Version mit Cranberries.
Deine Fotos sind reif für ein Kochbuch, aber das sage ich wohl bei jedem Foto
Herrlich, Dein Kaiserschmarrn. Diesen mit Cranberries zu machen ist mal was Neues. Diese bekomme ich hier easy, aber auch die karameliesierten Aepfel haben mir immer am besten geschmeckt in Oesterreich.
Ohh mein Gott, der sieht auch noch so Pfluffig aus. Kleiner Tipp: Kurz bevor Du diesen aus der Pfanne nimmst würde ich diesen schon bereits mit Puderzucker bestäuben und etwas karamelsieren lassen und anschließend großzügig nochmals vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.
LG Andy
Oh wie toll, noch nie gemacht, aber nun kann ich ja loslegen!
)
Die von Rike vorgeschlagene Variante mit den karamelisierten Äpfeln find ich klasse – wird probiert
Ich mag den immer noch mit karamellisierten Äpfeln. Mit Cranberries muss ich unbedingt probieren!
Ohhh Kaiserschmarrn, ja das gibt es nur bei euch da unten so lecker.
*Neid*
Ja, das muss es sein. Wenn dein Vater ein echter Steirer ist, dann weiss er es sicher. Oh, wie schön, das kann ich mir jetzt bestellen. Danke und liebe Grüße an deinen Vater
Kann es sein dass es das St. Martiner Kochbuch ist? Mein Vater kommt auc aus der Steiermark und ich kann deine Geschichte mit DEM einen Kochbuch nachdem alle Steier kochen bestätigen.
lg Alex