
Pflaumenkuchen
Pflaumenkuchen vom Blech erforderte in meiner Kindheit immer eine besondere Aufmerksamkeit. Kaum aus dem Ofen geholt, war dieser spätsommerliche Genuss der Gefahr ausgesetzt von meinen Brüdern in Wolfsmanier gerissen zu werden. Heute ist das Pflaumenkuchen-Event zwar längst nicht mehr so spannend wie damals, jedoch tat sich mir die neue Option auf, Teile des Kuchens einzufrieren und im tiefsten Winter noch einmal ofenwarm zu genießen. Schmeckt dann immer noch wie frischgebacken! Das Rezept, eine bewährte Unterlage für süße, spätsommerliche Zwetschgen, ist bis heute bei mir unverändert klassisch geblieben.
Rezept für ein Blech Spätsommergenuss
Mehl in eine Schüssel geben. In der Mitte eine kleine Vertiefung formen. In diese Mulde die Hefe reinbröseln. 1 TL Zucker draufstreuen und mit der Hälfte der lauwarmen Milch übergießen. Verrühren und den bröckeligen Teig abgedeckt 20 Minuten ruhen lassen.
Restliche Milch einrühren, sowie das Ei, Salz und einen Esslöffel Zucker. Öl dazugeben und mit Rührgerät (Knethaken) bearbeiten bis der Knethaken zu schwach wird zum weitermachen. Mit den Händen weitermachen bis alles glatt vermischt ist und den Teig in einer abgedeckten Schale bis zum doppelten Volumen gehen lassen. (dauert ca. 1 Stunde an einem kuschelig, warmen Ort)
Ofen auf 170°C Umluft vorheizen. Blech mit Backpapier auslegen und Teig darauf ausrollen. Am Rand etwas hochziehen und auf dem Blech 5-6 Mal den Teig mit einer Gabel einstechen. (Originalzitat meiner Mama: „Damit der Teig keine Blasen wirft!“) Pflaumen auf dem Backblech leicht überlappend anordnen und ca. 25 Minuten in der Mitte des Ofens backen. (wenn der Rand schön braun ist, ist der Kuchen fertig)
Den fertigen Kuchen mit dem restlichen Zucker bestreuen und am besten ofenwarm genießen.
Tipp: Pflaumenkuchen lässt sich sehr gut einfrieren und im Ofen wieder aufbacken. Wer also das ganze Blech nicht an einem Tag aufessen kann, hat hier eine gute Gelegenheit sich ein paar Portionen Sommer in der Tiefkühltruhe kaltzustellen.
1,5 kg Pflaumen, gewaschen, entkernt, und zu einer zusammenhängenden Vierer-Girlande aufgeschnitten
400 g Mehl
1/2 Würfel Hefe, frisch
150 ml Milch, lauwarm
75 ml Öl, neutral (z. B. Sonnenblumen-, Maiskeim oder Rapsöl…)
1 Ei
1/4 TL Salz
3 EL Zucker

Unser Familien-Zwetschgenkuchen-Rezept ist fast identisch.
Genau, im Winter ein ofenwarmes Stück davon mit einem Klecks Sahne ist Geborgenheit pur.
Den muss ich auch unbedingt noch backen…
Oma, Mutter, Sohn, sind drei Generationen, die Umluft haben und hatten.
Ihr habt seit Generationen Umluft?
SCNR. Vielleicht haben wir zu viel Hitze, außerdem haben wir auch immer Zwetschgen genommen.
Keine Ahnung!
Der wird seit Generationen bei uns in der Familie so gemacht. Die Pflaumen sind sehr saftig und der Saft versickert dann auch ein wenig im Teig. Meinst du das? Ist aber nicht matschig formlos oder so etwas. Sieht man ja auf dem Foto. Tut mir leid, dazu fällt mir nichts ein. Die Pflaumen sind bis jetzt nie verkocht gewesen.
An Pflaumenkuchen könnt ich mich totfuttern, vor allem an diesem hier. Aber wie machst Du es, dass Dir bei Umluft die Pflaumen nicht verkochen?
@Hannes: Nur Helden essen rohe Pflaumen.

@Eva: Und unsere Omis waren nie auf Diät.
@Clatsch: Dann wird einer mehr nicht mehr schaden.
@Arthurs Tochter: Lila ist doch sehr appetitlich. Wird bald abgelöst vom Kürbis-orange.
@Susa: Iiieh, trockner Pflaumenkuchen ist ja echt furchtbar. Zumindest wirst du ihn besser backen als deine Omi, das erreichen nicht viele.
Ich muss es zugeben… Deiner sieht besser aus, als der meiner Omi. Ihrer war immer viel zu trocken, ging nur mit einer Portion Sahne den Gaumen hinunter.
wie soll ich das alles jemals nachbacken? Pflaumenkuchen allenthalben, die Food-Blogs sind lila…
Hefeteig beim Pflaumenkuchen ist auch für mich ein “Must”
Bei uns in der Gegend gibt es in diesem Jahr verdamt viel Plaumen und es hat bereits schon einige Kuchen gegeben. Danke für dein Rezept.
Pflaumenkuchen mit Hefeboden ist und bleibt einfach der beste Pflaumenkuchen – unsere Omis wussten eben was gut ist!
Pflaumen waren mir in meiner Kindheit ein Graus. Heute liebe ich diese Dinger SOGAR auch ROH
gegessen! Schönes Rezept und er sieht LECKER, LECKER aus. Schönes Foto!
@Hobbykoch & Kerstin: Danke für den Tipp, ich war schon ganz verblüfft, dass ich kein hessisch mehr versteh.
@Noemi: Ja, eben das ist das Problem, deshalb musst du ihn selber backen. Ohne greifbare Omi bleiben nur die Omirezepte.
Und ohne Omi? Wie komme ich da an ein Stück vom Kuchen???
Da hat der Hobbykoch wohl recht – belasse es lieber bei dem Quetschekuche in hessischen Gefilden.
Es war ein schwacher Versuch, den Tippfehler schön zu reden…
Aber lustig war`s alle mal
Schönen Sonntag noch, liebe Buntköchin und liebe Grüße nach Wien.
Hallo,
gehe gleich an den Quetschekuchen, alles sndere wird pein…
Viele Grüße
Hobbykoch
Quetschekuche hab ich schon oft gegessen. Pfauuumekuche probier ich mal bei meinem nächsten Heimaturlaub. Die werden mich doch nicht auslache in Frankfurt?
Pfauuumen sind die hessischen PFLAUMEN – menno, das ist aber auch ein doofes Wort…
Ich sag jetzt nix mehr und spreche in Zukunft nur noch von Quetschekuche! Jawollja!
LOL – Und was sind “Pfauuumen!”? Ich mag übrigens auch keinen rohen Pflaumenkuchen.
Pflaumen schmecken auch gut in Alkohol eingelegt, das ist dann allerdings ohne Girlande.
Huch? Hatte ich da gerade Pflaumenkuchen roh geschrieben? Ein Anfall von geistiger Umnachtung? Ich meinte natürlich Pflaumen… Pfauuumen!
Pflaumenkuchen roh mag ich ja gar nicht so gerne. Insofern kann einer Pflaume kaum etwas Besseres passieren, als girlandenförmig auf einem leckeren Hefeteig zu landen.
Liest sich sehr gut, dein Rezept – vielen Dank!
Sei lieb gegrüßt von Kerstin