Brombeerkuchen Rezept

Brombeerkuchen

Brombeerkuchen

Eigentlich sollte hier jetzt ein Pflaumensandkuchen stehen, den ich bei Jutta gesehen hatte und unbedingt nachbacken wollte. Blöderweise hing an Nachbars Zwetschgenbaum genau nur noch EINE Pflaume. Ich pflückte sie mit Bedacht und versuchte mit streng biologischem Blick auf ihr lila Gewand ein paar Klone herzustellen, aber sie lachte mir nur hämisch ins Gesicht. „Na warte, du Pflaume“, dachte ich mir, „morgen wird ein Molekular-Kochlabor bestellt und dann zeig ich dir mal, wer Herr über deine Atome ist!“ Okay, das war gelogen. Ich werde weiterhin wie Omi und Mama kochen, aber so eine kleine Drohung kann man ja mal versuchen. Am Ende sind es dann Brombeeren statt Zwetschgen geworden. Juttas Sandteigrezept habe ich nur minimal verändert und das war auch gut so. Herausgekommen ist nämlich ein einfacher, ehrlicher Sandkuchen mit Brombeeren, der Groß und Klein gut schmeckt, schnell zubereitet war und sich wahrscheinlich auch mit Schlagsahne sehr gut verträgt. Genau das, was ich mir vorgestellt hatte!



Rezept für einen anständigen und ehrlichen Brombeer-Sandkuchen

Backofen auf 170° C /Umluft vorheizen.

Butter, Salz, Zucker und Honig schaumig verrühren. Vanille-Zucker und Zitronenschalenabrieb zugeben. Mehl, Speisestärke und Backpulver vermengen. Eier und Mehlmischung abwechselnd in die Fett-Zucker-Masse rühren. Springformboden mit Backpapier auslegen, den Rand einfetten. Masse einfüllen und glattstreichen. Hälfte der Brombeeren auf dem Teig verteilen und ein bisschen hineindrücken.

Im Ofen backen bis die Brombeeren fast im Teig verschwunden sind. (dauert ca. 20 Minuten) Jetzt die restlichen Brombeeren auf dem Teig verteilen und noch mal 20-30 Minuten weiterbacken. Nach insgesamt 40 Minuten Backzeit zum ersten Mal mit einem Holzstäbchen reinpieksen, wenn kein Teig mehr hängen bleibt, ist der Kuchen fertig. Auskühlen lassen und mit Puderzucker bestreuen. Österreicher verwenden bitte Staubzucker zum Bestreuen. ;-)

Zutatengutenappetit

für 1 Springform, Durchmesser 18 cm:

140 g Butter
70 g Zucker
75 g Honig
1 Prise Salz
1 TL Vanille-Zucker
1/4 Zitrone, der Abrieb
120 g Mehl
30 g Speisestärke (z.B. Maizena)
1/2 TL Backpulver
2 Eier, groß
250 g Brombeeren

für 1 Springform, Durchmesser 26 cm:

280 g Butter
140 g Zucker
140 g Honig
1 Prise Salz
2 TL Vanille-Zucker
1/2 Zitrone, der Abrieb
230 g Mehl
60 g Speisestärke (z.B. Maizena)
1 TL Backpulver
5 Eier
500 g Brombeeren

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21 Kommentare zum Beitrag “Brombeerkuchen Rezept”

  1. gourmet sagt:

    Hmm lecker, in 2 Stunden ist Kaffeezeit, du kommst dann einfach vorbei mit dem Kuchen gell… :)

  2. …ist vielleicht noch ein Stück da? Ich weiß ja, das ich wieder zu spät komme. Sie lecker aus.

    LG Andy

  3. Buntköchin sagt:

    @Fabella: Guten Appetit!
    @Kerstin: Die kleine Backform ist echt super. Kann ich uneingeschränkt empfehlen. Das ist ja wirklich beruhigend, dass die Labor-Mäuse auch nicht auf molekulare Food-Experimente abfahren. Ich glaube, der Trend ist sowieso schon ziemlich out. Da haben wir noch mal Glück gehabt, dass sich das nicht durchgesetzt hat. :-)
    @Chaosqueen: Genau, bei einem ganzen Blech wäre es schon etwas kostspieliger.
    @Alex: Die Zwetschgen sind dann nächstes Mal dran. Falls sich noch welche auftreiben lassen.
    @Homemade: Dann wünsche ich ein schönes Kaffeekränzchen. :-)

  4. Homemade sagt:

    genau das brauche ich heute. ein schneller, einfacher Kuchen. da ich noch ein paar Heidelbeeren/Blaubeeren habe, werden die einfach mit hineingeschmissen.
    Freu mich schon auf den Kaffee ;)

  5. barcalex sagt:

    Tja, da kann man nur sagen: Pech für die Zwetschgen, selber schuld die guten … ;)

  6. Chaosqueen sagt:

    Brombeeren mag ich auch sehr gerne und für so einen kleinen Kuchen sind sie dann auch noch bezahlbar.

  7. Kerstin sagt:

    Ich liebe Brombeeren und dein Rezept hört sich großartig an – das werde ich mir mal markieren in meinem Feedreader ;-)

    Und dann werde ich mir wohl auch mal so eine kleine Backform zulegen – mich lachen diese kleinen Kuchen nämlich auch sehr an!

    Ach so, bevor ich es vergesse: Mit dieser atomaren Kochlabor-Küche kann ich auch nicht wirklich viel anfangen. Vielleicht, weil ich in einem Labor arbeite? Aber wenn ich das im Fernsehen sehe, kann ich diesem Trend so gar nichts abgewinnen und hoffe, dass er bald wieder vorbei ist.

    Dann schaue ich doch lieber meine Kochbücher und alten Rezepte durch, ob von Oma noch was dabei ist ;-)

    Sei lieb gegrüßt von Kerstin

  8. Fabella sagt:

    Hmmm, der sieht aber lecker aus. Den werd ich garantiert mal versuchen! Vielen lieben Dank für das Rezept!

  9. Buntköchin sagt:

    @lamiacucina: Das alte Problem! Da sitzen wir alle in einem Boot.
    @kitchenroach: Ich glaube, auch mit der kleinen Form kannst du trotzdem ein Stück abgeben. ;-) Die reicht normalerweise für sechs normale Kuchenstücke.
    @Bei uns sind die Brombeeren gerade total billig. 250g für 1,99 EUR. Aber am billigsten waren sie wie immer an Nachbars Hecke! ;-)
    @Alex: Nein, duuu nicht! Du bist auf Diät! Für dich gibts nur Foto anschauen. :-)

  10. Alex sagt:

    Oh jaaaaa, mit Sahne!!

  11. rike sagt:

    Habe gerade genug “Kuchenopfer” und konnte mir bei meinem Rezept das Umrechnen sparen. Brombeeren sind hier so teuer, dass sie nur so genascht werden können. Fast schon Apotheken-verdächtig :( So werden hier wohl weiter die Zwetschgen im Kuchen landen.

  12. kitchenroach sagt:

    Ok ok, werde auch nach einer 18 cm Form Ausschau halten, die Groesse der Kuchen passt genau fuer mich.

  13. lamiacucina sagt:

    diese kleine Kuchen, die überall gebacken werden, beginnen mir langsam gewichtsmässig anzuschlagen. Und jetzt noch die Krönung mit den geliebten Brombeeren.

  14. Buntköchin sagt:

    @Anna: Mit einer leckeren Tasse Kaffee dazu? ;-)
    @Ulrike: Unsre Kommunikation ist ja jetzt schon durch mehrere Rezeptseiten gegangen. Außenstehende verstehen da gar nichts. Egal, Hauptsache uns schmeckt’s!
    @Basler Dybli: Dein Förmchen muss trainiert werden, damit es gut in Form bleibt.:-)
    @Anikó: Ja, mach deine Kollegen glücklich. Ich verschenke auch immer den halben Kuchen.
    @kochend-heiß: Ist wirklich sehr praktisch. Dann hat sich das Problem mit altem Kuchen erledigt. Da bleibt nämlich nie etwas übrig.
    @Hannes: Molekularküche finde ich auch eher völlig überflüssig.

  15. Hannes sagt:

    Molekular-Kochlabor ….Gut das es nur ein Spaß war :-) .Lecker, Lecker der Kuchen!

  16. kochend-heiss.de sagt:

    Mmmh, Brombeeren. Wie lecker! Ich finde auch die 18cm-Kuchen-Variante sehr süß. Muss mir mal so eine Form zulegen.

  17. Anikó sagt:

    Kann mich Anna nur anschließen: Ich will auch!
    Sollte wirklich öfter backen, die Kollegen sind da bestimmt dankbare Abnehmer :)

  18. Basler Dybli sagt:

    Wunderbares Rezept und überzeugendes Bild. Nachdem du dein Rezept auch mit einem 18-er-Durchmesser vermerkt hast (herzlichen Dank dafür!), zeichnet sich für mein neues Förmchen der Backstress ab ;-)

  19. Ulrike sagt:

    Da hast du wohl auch nicht mitbekommen, was sich in der Zeit an Merkwürdigkeiten”>/a> ereigneten, verursacht durch deine Seite.

  20. Ulrike sagt:

    Mit einem Pfläumchen hätte es ja noch nicht einmal für meine Mini-Version gereicht. Dann lieber ein ehrlicher Brombeerkuchen!

  21. Anna sagt:

    ich will auch!!!!

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