
Steirisches Verhackert
Ein steirisches Buffet ohne Verhackert ist ein Ding der Unmöglichkeit. Diese deftige Spezialität darf bei keiner steirischen Jause fehlen. Insbesondere bei Weinverkostungen habe ich die Kraftspende dieses Brotaufstrichs zu schätzen gelernt. Nicht einfach nur ein belegtes Brot, sondern schon vollwertige Mahlzeit, gibt das Verhackert eine sehr gute Grundlage für lange Abende. Im Supermarkt würde ich eher die Finger davon lassen, da man nur schwer erraten kann, welche Zutaten bei der Produktion verwendet wurden. Am liebsten mag ich das Verhackert aus einem echt steirischen Bio-Speck. Gemeinsam mit einem würzigen Bauernbrot, belegt mit Zwiebeln und Paprikapulver hat es schon genug Charakter um als kulinarisches Ereignis zu gelten.
Rezept für eine steirische Kraftspende
Speck klein schneiden. Dann entweder durch einen Fleischwolf drehen oder mit einer Küchenmaschine fein zerhacken um eine fest-cremige Masse herzustellen. Knoblauchzehe fein hacken und mit Majoran und Speck verrühren. Mit Pfeffer würzen. In einen Steinguttopf oder ein verschließbares Glas geben und abgedeckt drei Wochen im Kühlschrank reifen lassen.
Zutaten
500 g durchzogener Räucherspeck (ohne Schwarte und ohne Knorpel)
1 Knoblauchzehe
1/2 TL Majoran
frisch gemahlener Pfeffer
fein geschnittene Zwiebelringe
Paprikapulver
Bauernbrot
Stimmt, meine steirischen Freude sagen immer die Abkürzung: dehre! Mir wurde gesagt, dass heißt Hawidehre, in lang: Ich habe die Ehre! Wurscht, das Verhackert schmeckt genial und bei linguistischen Feinheiten bin ich tolerant.
Darf da hoffentlich was richtig stellen, “Hawidehre” gibt’s bei uns in der Steiermark nicht, ganz im Gegenteil zum auch erwähnten Junker …
wußte nicht, daß man das so einfach selber machen kann. sieht gut aus!
Steirisches Verhackert – Ihr habt vielleicht Namen…
. Es sieht aber sehr köstlich aus!
Eine gute Unterlage für den Fasching und feuchtfröhliche Feste.
Der Name klingt danach, als ob man das auch mit dem Messer anstelle des Wolfs fein kriegen könnte.
Ohh das klingt aber genialst .. ich liebe Brotaufstriche!!
Ich bin mir ganz sicher, dass ich damit meinen Hobbykoch auch begeistern könnte *notier* Das muß ich unbedingt mal ausprobieren, wenn mir ein leckerer Räucherspeck in den Einkaufswagen hüpft
Sei lieb gegrüßt von Kerstin
@Anna: Wir essen es immer innerhalb von 1 bis 2 Wochen auf, deshalb kann ich dir da leider keine gescheite Auskunft werden. Im Original wird das für lange Haltbarkeit mit heißem, flüssigem Rindertalg an der Oberfläche versiegelt. Dann hält es monatelang, aber das brauche ich gar nicht. Wäre mir auch zu aufwendig in der Zubereitung.
@Uwe: Na, dann wünsche ich definitiv: Guten Appetit!
Wow. Das kommt demnächst definitiv wieder auf den Tisch…
Und wie lange hält sich das dann?
@Wienermädl: Junker muss auf jeden Fall sein.




@FastFoodKids: Reifen ist wirklich ein lustiges Wort in diesem Zusammenhang.
@Hannes: Du bist sowieso der Oberbiokoch!
@Petra: Ich fand es auch echt schade, dass ich kein selbstgebackenes Brot hatte, aber da habe ich kein gutes Händchen.
@Noemi: Für Sylvester ist da sicher ein Superding. Ich denke, nach 2 Wochen kann man es auch schon essen. Aber traditionell lässt man es halt 3 Wochen stehen.
@Basler Dybli: Das Januarloch muss auf jeden Fall mit Speck gekittet werden, damit wir nicht anfangen zu frieren.
@Isi: Damit schwächelt keiner mehr.
@Susa: Ungeduldige müssen 4 Wochen warten. Das war schon immer so.
@Erich: Diese rotierenden Messer machen es ziemlich schnell cremig. Nimm einen weichen Speck, dann ist das gar kein Problem.
@Schnuck: Die Steirer sind immer für Überraschungen gut. Da gibt es einige ungewöhnliche Gerichte.
@Alissa: Das schaffst du schon. Passt auch gut auf herzhaftes Dinkel- oder Roggenbrot.
@Sassi: Ich könnt mich auch reinlegen. Ist aber nicht gut, dann bleibts an der Hüfte picken.
@Milliways: Du bist ein Speck-Versteher! Aber auf so was nehmen die Steirer keine Rücksicht.
@Arthurs Tochter: Da wird man aber wirklich belohnt für die 3 Wochen Wartezeit. Das lohnt sich.
@Claus: Ja, der Name ist wirklich cool.
@Mestolo: Si, si, ist verhackert!
Verhackert. Aha. *kicher*
allein wegen dem Namen probier ich das aus…
Ach Ihr Österreicher! Was klingt das wieder schön. Verhackert. Und schmecken würde mir das sicher auch. Kann auch verstehen, dass man sowas nicht fertig im Supermarkt kaufen sollte.
Allein – die Wartezeit von 3 Wochen ist gemein!
Irgendwie tut es mir ja um den guten Speck leid, wenn er da so durch den Fleischwolf muss… aber ist ja für einen guten Zweck ;D
in so was könnt ich mich reinlegen. & wenns dann noch dazu direkt aus mamas elternhaus in der stmk. kommt – nom nom nom!
oh wie fein und laktosefrei – super. Ob ich das schaffe das reifen zu lassen ist fraglich -lach aber ich werde es ganz sicher probieren
Ach, sowas kannte ich noch gar nicht.
3 Wochen reifen reicht nicht mehr als Weihnachtsgeschenk, ausser mit Anweisung, das Glas noch weiter ruhen zu lassen. Ich überlege mir gerade, mit welchem Teil der Küchenmaschine ich dies so fein und cremig herkriegen könnte.
Drei Wochen reifen lassen? Folter! Geht´s auch schneller?
Na das ist ja lecker…solche Stärkungen können wir immer gut gebrauchen
Notvorrat für das “Januarloch”!?! Ich glaube nicht, dass ich drei Wochen warten kann und will
Aber zubereitet wird der Speckaufstrich – bestimmt.
Au ja, da sollten wir dringend mal einen Vorrat von anlegen für künftige Weinproben, vielleicht an Silvester…:-)
Das passende Brot hab ich heute gebacken – und du hast so einen leckeren Belag dafür
Vom Supermarkt die Hände lassen, ein sehr guter Rat, dann eher zu diesem Rezept greifen damit es lecker schmeckt!!!
auh, das muß ich auch mal probieren! sehr interessant mit dem reifen lassen. ich sag ja immer wieder: Kann bei den kochenden Bloggern mehr dazu lernen als bei meinen Kollegen!
Leckere Grüße vom
Chefkoch Andy & Fast Food Kids
Habe a die Ehre, hast du echt gut gemacht, eine deftige Jause und einen Junker dazu …
Liebe Grüsse