
Peperonata
Der Sommer ist vergangen und wer sich beeilt, bekommt jetzt die letzten schönen Fleischtomaten mit Aroma. Ein guter Zeitpunkt um noch schnell den Wohlgeschmack der Sonne für die dunklen Monate zu konservieren. Peperonata, eine norditalienische Spezialität, lässt sich vielseitig einsetzen. Als Vorspeise oder warm als Beilage zu Kurzgebratenem oder Schmorgerichten bringt es Farbe in die Winterküche. Auch solo als kleine, mediterrane Mahlzeit steht das italienische Paprika-Gemüse bei mir immer wieder gerne auf dem Tisch.
Rezept für 500 ml eingemachter Italienurlaub
Wasser in einem Topf zum Kochen bringen. Tomaten kurz in das kochende Wasser legen und abgießen. Kalt abspülen und die Haut abziehen. Die Kerne entfernen (gelingt mir fast nie komplett) und in grobe Stücke hacken.
Paprika von Strunk und Trennwänden befreien. In mundgerechte Stücke schneiden.
Olivenöl in einem Topf erhitzen und Zwiebeln, Knoblauch sowie Lorbeerblatt 3 Minuten darin dünsten. Paprika dazugeben und weitere 5 Minuten braten. Salzen und pfeffern. Tomatenstücke und Tomatenmark einrühren und 15 Minuten bei niedrigster Temperatur köcheln lassen. Rosmarin, Oregano, Thymian und eine Prise Chili beigeben. Weitere 10 Minuten köcheln lassen.
Tipp: Die Kochzeit von 25 Minuten bei niedrigster Temperatur darf auf keinen Fall überschritten, da sich sonst die Haut von den Paprikas lösen würde und sie nicht mehr bissfest wären.
Lorbeerblatt rausnehmen und Balsamico einrühren. Heiß in saubere Gläser abfüllen. 5 Minuten auf dem Kopf stehen lassen.
Kühl und dunkel gelagert hält sich die Peperonata 3 Monate. (meine stehen im Kühlschrank)
Zutaten
2 Paprika, rot
1 Paprika, gelb
250 g Fleischtomaten, am Stielansatz kreuzweise einscheiden
125 g Zwiebeln (am besten eine große Gemüsezwiebel), fein gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
30 ml Olivenöl
1 EL Tomatenmark
2 EL Balsamico-Essig, weiß
1 Lorbeerblatt
1/2 TL Rosmarin
1/2 TL Oregano
1/2 TL Thymian
1 Prise Chilipulver
Salz, Pfeffer
@Jutta: Ja, ist schon ein bisschen spät jetzt für deutsche Peperonata.
@Zorra: Hat mir erst gestern sehr zu einem Grillhuhn gemundet.
@Andy: Da dann los!
@Gourmet: Eltern gut ausgesucht. Großes Lob an dich!
@Kerstin: Da müsstest du jetzt aber losrennen. Mittlerweile wird’s schon schwierig mit Tomaten.
Wow – das Rot ist in der Tat unglaublich. Wären jetzt noch Auberginen drin, würde ich direkt an Ajvar denken.
Mit den Tomaten allerdings reizt mich dein Rezept noch mehr, als Ajvar selber herzustellen. Sehr verlockend
Liebe Grüße von Kerstin
Wow, schöne Farbe.Gleich an die Eltern weitergeleitet, die haben viele Tomaten
…sieht ja verdammt lecker aus. Lädt direkt zum nachahmen ein. Tomaten sind ja noch vorhanden.
LG Andy
Tolle Farbe und sicher himmlischer Geschmack.
Schick und lecker. Ich fürchte aber, das Rezept muss bis zum nächsten Jahr warten. Die Gartentomaten sind futsch.
@Basler Dybli: Wirklich eine schlimme Katastrophe, wenn man nicht sofort nachkochen kann. Zur Beruhigung hilft da nur noch ein Glas Wein und die Füsse hochlegen.


@lamiacucina: Den Jahresanfang überbrücken wir dann mit Walnusschnaps. Ist ja auch eine Frucht der Natur.
@Schnickschnackschnuck: Die Abendsonne hat dem Orange noch einen kräftigen Kick gegeben und vor gelbem Hintergrund sieht das auch besonders knallig aus.
@Andreas: Du bist ja richtig fleißig!
@Milliways: Bei uns auch: No Chance!
@Hannes: Ja, das ist sehr vielseitig und passt zu vielem.
@Mestolo: Die Peperonata bleibt wirklich in diesen schwedischen Gewürzdosen im Kühlschrank. Aber nicht mehr lange…
@Bolli: Wenn die Paprika vorher gegrillt und enthäutet sind, lösen Sie sich nicht dann nicht beim Einkochen mit der Tomatensauce auf? Kann mir grad gar nicht vorstellen, wie man das dann macht. Oder werden die dann am Ende einfach zum Rest geschmissen?
@Barbara: Si, wie in Italia.
@Tobias: Ja, ist sehr praktisch.
@Fabella: Mach das aber nicht im Winter. Da sind die Tomaten nicht intensiv genug.
@Susa: Oh, wie gemein, eine Paprika-Aversion. Ist mir noch gar nicht aufgefallen.
@Alissa: 1 Glas ist schon weg. 2 sind noch da, aber nicht mehr lange.
oh sieht die toll aus – wunderschöne Farbe ich bin sicher es schmeckt göttlich!!
Wie gemein: Sieht super aus, schmeckt bestimmt nach Sommer und mehr… aber bei Paprika nehme ich meine Beine in die Hand….
Hmmm das sieht super klasse aus … auch etwas das ich irgendwann dringend mal probieren muß! Danke schön!
ganz tolle Sache!. Sollte man immer zu Hause haben
Eingemachter Italienurlaub – super!!!
ich grille und enthäute die Paprika auch immer vorher….Und, damit es noch länger hält, die Gläser pasteurisieren….
Peperonata machen wir immer aus gerösteten Paprika. So wird sie natürlich haltbarer. Sieht super aus. Verwendest Du diese Gläser auf dem Bild auch zum aufbewahren oder sind die nur für das Foto?
Sehr schöne Rezeptur, ein passender Begleiter zu vielem! Foto…..SUPER!
Das schaut richtig lecker aus! Ich glaube, das würde sich keine 3 Monate bei uns halten
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Das paßt ja super in meine Sammlung: ‘Wie Pilze auch Weihnachten noch lecker sind’ oder ‘Tomaten für den Winter fit gemacht werden’ oder Andrea’s Vorschlag, wie man die Überproduktion an Zucchinis ohne den Komposthaufen bewältigt. Eingelegt, schmecken diese nämlich im Januar wieder richtig gut. Toll!
Das hat ja ne Knallerfarbe, toll!
sehr gut ! Fehlt nur noch etwas um die grauen Jahresanfangsmonate zu überbrücken.
Die Zutaten lesen sich wie ein Gedicht. Das Bild ruft “nachkochen – sofort!”. Wo um Himmels Willen erhalte ich an einem heiligen Sonntag anständige Peperoni (Paprika)her ?