
Guacamole
Vor ein paar Tagen kaufte ich eine wunderschöne Avocado auf dem Markt. Leider war sie noch nicht weich genug zum Verarbeiten und so durfte sie sich noch ein paar sommerliche Tage auf meinem Fensterbrett sonnen. Pünktlich zur Ankunft der neuen Baby-Frühkartoffeln auf dem Markt war sie entspannt und weich genug um sich zu mexikanischer Guacamole verwandeln zu lassen. Ich liebe diese kleinen, zarten Frühkartöffelchen und koche sie sehr gerne nach kanarischer Art. Bei dieser Zubereitungsart werden die Kartoffeln im Topf mit Wasser bedeckt und es wird so viel Meersalz dazugegeben, dass sie im Topf schwimmen. Wenn sie gar sind, das Wasser bis auf einen kleinen Rest weggießen und bei niedriger Temperatur im Topf abdämpfend herumrollen bis sie etwas runzlig werden und sich eine leichte Salzkruste bildet. Wichtig: Die Kartoffeln dürfen auf keinen Fall geschält werden. Die Guacamole schmeckt auch köstlich zu Nacho-Chips, Gegrilltem oder einfach als Dip für Cracker.
Rezept für zwei Dipper
Avocado der Länge nach halbieren. Kern entfernen und an einem sicheren Ort aufbewahren. Fruchtfleisch mit einem Teelöffel herauslösen und in einem Suppenteller gleich mit Limettensaft vermischen. Mit einer Gabel zu geschmeidiger Masse zerquetschen. Knoblauchzehe und Schalotte sehr fein hacken und einrühren. Mit Salz, Pfeffer, Sauerrahm und – wer es mag –Chiliflocken abschmecken. Den Avocadokern jetzt wieder in die Guacamole geben (er verhindert bräunliche Verfärbungen). Abgedeckt 1 Stunde ziehen lassen.
Zutaten
1 Avocado, reif
1 Knoblauchzehe
1 Schalotte (oder Zwiebel in der Menge einer Walnuss)
2 EL Sauerrahm
1 EL Limettensaft (Zitronensaft ist auch möglich)
Salz, Pfeffer
Chiliflocken nach persönlicher Vorliebe
für die Kartoffeln:
400 g sehr kleine Frühkartoffeln (österr.: Babyheurige)
ca. 70 g Meersalz
Das sind anscheinend regionale Sprachunterschiede. Bei Sahne denke ich nicht an Sauerrahm, saure Sahne oder wie die anderen Bezeichnungen dafür sind. Wenn Sauerrahm für dich Sahne ist, dann hast du recht und es ist Sahne drin.
Klar ist Sahne drin; und zwar saure. Zumindest ist sauerrahm nur eine andere Bezeichnung für saure Sahne!!
Da ist doch gar keine Sahne drin. Mit Thunfisch vermischen kenne ich noch gar nicht. Ist einen Versuch wert. Klingt interessant. Danke für deinen Vorschlag.
Vielleicht solltest Du sie mal anstatt mit Sahne mit 1 Dose Thunfisch vermischen, noch eins der 1000 Guacamole-Rezepte. Und immer wieder lecker
Hört sich toll an, vorallem die Art und Weise, wie du die Kartoffeln kochst!
LOL .. Du bist ja putzig! Also ein bißchen mehr als Currywurst und Griesbrei eß ich schon. Es gibt halt nur bei den Gemüsesorten so ein paar, die gar nicht mein Fall sind. Manche davon fand ich seit der Kindheit gruselig, heute esse ich sie jedoch. Manche aber, da kann ich mich einfach nicht überwinden
ich habe meine gerade aufgegessen
@Björn: Tomatenwürfel drin, finde ich auch ganz lecker.
Die Kartoffeln werden nicht zu salzig. Du solltest aber unbedingt Meersalz verwenden. Das schmeckt milder als das normale Handelssalz.
@Houdini: Gschwellti und Schabziger habe ich noch nie gehört. Aber wenn ich weiterhin fleißig deinen Blog lese, kann ich bestimmt auch irgendwann Gourmet-Schweizerisch.
@Barbara: Ich mag auch viel Chili drin. Koriander schmeckt mir mit Avocado gar nicht, obwohl es eigentlich im Original hineingehört. Die Vorlieben der Geschmacksnerven sind vielfältig verschieden.
@Fabella: Irgendwann werde ich dir mal eine Currywurst oder einen Griesbrei widmen. Ich vermute, da traust du dich ran.
Gut, es muß auch mal einen Punkt geben, wo ich nicht sage, ich versuche es *schmunzel* .. wobei ich ehrlich gesagt gar nicht so wirklich weiß wie Avocado schmeckt, ich hab nur was traniges im Kopf …
Das mit den Kartoffeln klingt super interessant, aber wenn man sie nicht pellt, ist das dann nicht sehr salzig?
Guacamole ist immer wieder lecker. Allerdings muss die Avocado dafür wirklich reif sein. In Zeitungspapier gewickelt reift sie auch gut nach – den Tipp hatte ich mal durch Bulgariana glaube ich.
Ich mach Guacamole mit viel Chili und unbedingt Koriander drin, dann fühle ich mich gleich wie in Mexiko.
Danke für den Tipp mit dem Avocado-Kern.
Diese Art Gschwellti muss ich nachkochen, klingt sehr interessant mit dem Herumrollen und runzlig werden lassen; freue mich auf die salzige Pelle. Die Guacamole mach ich natürlich auch dazu, ebenfalls neu, statt Kräuterquark oder Schabziger.
Ich liebe Guacamole!
Toll zu sehen, wie unterschiedlich die Varianten doch sind. Ich gebe z.B. gern auch einige gehäutete Tomatenwürfel dazu.
Da wirds dann aber schwierig, wenn der Dip hauptsächlich aus Avocado besteht.
Sieht Lecker aus, aber leider bin ich kein Fan von Advocados, vielleicht kann mich aber Dein Rezept umstimmen.