Ajvar | Vegetarischer Brotaufstrich Rezept

Vegetarischer Brotaufstrich

Vegetarischer Brotaufstrich

Aus Südeuropa stammt dieser vielseitige vegetarische Brot-Aufstrich mit Paprika und Aubergine. Gerne auch als Beilage zum Grillen kredenzt und rasch zubereitet, ist er mir einer der liebsten. Sauber in Einmachgläser abgefüllt und luftdicht verschlossen, lässt er sich auch hervorragend lagern. Es gibt unendlich viele Ajvar-Rezepte.



Vermutlich hat jede Familie auf dem Balkan ihre eigene traditionelle Rezeptur, oftmals mit sehr zeitaufwendigen Zubereitungsarten. Mein Ajvar verlangt nicht besonders viel Zeit, sondern vor allem eins: sehr gutes Gemüse. Ich verwende dazu ausschließlich Gemüse aus biologischem Anbau und zur Belohnung gibt es dann ein Ajvar, vor dem sich die Supermarkt-Kollegen verschämt in der Ecke verstecken müssen. Das Häuten von Paprika und Aubergine finde ich völlig unnötig, da sowieso alle Zutaten mit einem Pürierstab atomisiert werden. Als feine Alternative zu Wurst und Käse aufs Brot ist er mir ausgesprochen wertvoll geworden.

Rezept für schnelles Ajvar aus der Pfanne

Paprika, Aubergine, Zwiebel, Knoblauch und Chili bei niedriger Temperatur in Olivenöl braten bis alles weich ist. Mit Pürierstab zu Mus zerkleinern. Abschmecken mit Essig, Zitrone, Pfeffer und Salz. Falls das Ajvar dickflüssiger gewünscht wird, bei niedriger Temperatur leicht köchelnd Flüssigeit verdampfen lassen bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
Fertiges Ajvar in Einmachgläser abfüllen oder stilecht in einer gelben Paprikaschote servieren.

Zutaten

3 Paprika, rot, klein gewürfelt
2 Chilis, fein geschnitten (einfach weglassen, wenn man es lieber mild mag)
1 Aubergine (Melanzani), klein gewürfelt
1 Zwiebel, gehackt
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
1 EL Essig
Meersalz, Pfeffer, frisch gemahlen
1 Spritzer Zitronensaft
Olivenöl zum Braten

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23 Kommentare zum Beitrag “Ajvar | Vegetarischer Brotaufstrich Rezept”

  1. Renata sagt:

    Ajvar vird ausgesprochen genau so wie man es schreibt. Ajvar passt auch sehrt gut zum grillierten Fleisch oder Wurst. Ajvar kann man ein Jahr aufbewahren, vorausgesetzt dass es sterilisiert wird.
    Das heist fertiges Ajvar im verschlosenen Glas in ein Gefäss gefüllt mit etwas Wasser im Backofen
    stellen und bei 100° C erhitzen (cca 1 Stunde) bis die Deckel klicken.

  2. Buntköchin sagt:

    Danke, für die nette Erklärung, Nenad! Es steht außer Zweifel, dass echter Ajvar nur vom Balkan kommen kann und dass es für die Herstellung traditionelle Regeln gibt. Verzeih uns Banausen die verunglimpflichten Rezepte, dein echter Ajvar ist natürlich etwas ganz Tolles.

  3. Ich finde es sehr schade, wenn wahre Ajvar-Werte nicht erwähnt werden. (so ware es auch bei “Feta” jahrelang der Fall)..

    Deshalb heire eine kurze Erklärung:

    Ein echter Ajvar sollte nur im Herbst und nur aus den frischen Peproni hergestellt werden.
    Ajvar kann auch später hergestellt werden. So machen es vor allem die Fabriken und verwenden die tiefgekühlte Ware.
    Ein echter Ajvar besteht nur aus den Peperoni, Pindur aus Peperoni, Auberginen und Tomaten. Es gibt keinen Ajvar „aus Gemüse“ oder als „Gemüsemischung“ deklariert. Kopien und Fälschungen sind nur Möglich weil die Bezeichnung „Ajvar“ nicht geschützt ist.
    Ein Ajvar muss intensiv nach Peperoni schmecken.
    Ajvar kommt aus den Tälern in welchem die Peperoni in grossen Massen kultiviert werden:
    - West-Morava 308km (südostlich ab Kraljevo bis Krusevac)
    - Süd-Morava 295 km (ab Vranje, Leskovac, nordlich bis Krusevac)
    - Grosse-Morava 185km (ab Krusevac bis Paracin)
    - Mazedonien (Vardar-Tal)

  4. Buntköchin sagt:

    Manche Leute vertragen die Schale vom Paprika nicht, für die ist das eh nicht das richtige Rezept. Mir schmeckts total gut ohne Schälen.

  5. Angela sagt:

    Also bei aller Begeisterung – habe beides probiert, die ‘tradiotionelle’ Variante mit Schälen und die ‘schnelle’ und ich muß sagen – die mit mehr Arbeit schmeckt leider auch doch um einiges besser – aber im Verhältnis zum Aufwand – für den Alltag, das werde ich vielleicht doch mal wieder abwägen.
    Schönes Photo!

  6. Buntköchin sagt:

    @Barbara: Ja, selbstgemacht schmeckt halt immer am Besten.
    @Krisenkoch Ansgar: Zucchini zusätzlich könnte ich mir ganz gut vorstellen. Die weggelassene Aubergine würde mir wahrscheinlich fehlen. Ich finde die zum Geschmack sehr wichtig. Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. :-)

  7. Bis jetzt kenne ich nur das Ajvar aus dem Glas – finde ich hin und wieder ganz lecker, aber ich muß Heißhunger darauf haben.

    Auf die Idee es selber zu machen, bin ich noch nicht gekommen. Aber das hört sich ja wirklich ganz einfach an! Und nen Einkochtopf hab ich auch mittlerweile.

    Ich frage mich auch gerade, ob man das nicht auch ein wenig variieren könnte, z.B. mit Zuccini anstatt Aubergine.

  8. Barbara sagt:

    Ajvar mag ich gerne – zugegebenermaßen bisher doch immer aus dem Glas vom Supermarkt, und der schmeckt nicht so gut wie der, den ich vor Jahren mal auf dem Balkan gegessen habe.

    Danke fürs Rezept!!!

  9. Buntköchin sagt:

    @Ulrike: Das denke ich mir auch oft.
    @Andrea: Es gibt mildes und scharfes Ajvar. Der Grundgeschmack ist gleich und ich finde, dass die Aubergine eher dezent zu schmecken ist. Von der Farbe her, sieht man die Aubergine ja auch gar nicht.
    @Yolanda: Das mache ich auch gern bei tomatigen Gerichten. Ein Esslöffelchen Ajvar gibt immer eine besondere Note beim Kochen.

  10. Yolanda sagt:

    Ajvar ist was tolles. Ich habe das Produkt vor einigen Jahren in Kroatien entdeckt. Inzwischen mische ich es auch einer Tomaten-Paprika Suppe zu und das schmeckt köstlich. Gibt der Suppe die richtige Note und macht sie sehr samtig. Daher nennt sich die Suppe auch “Samtsuppe”

  11. Andrea sagt:

    Ich habe Ajvar noch nie probiert. Ich dachte immer, dass das höllenscharf ist. Aber das da Auberginen mit drin sind, wusste ich nicht. Ich werds auch probieren! Viele Grüsse Andrea

  12. Ulrike sagt:

    Das Gute ist so einfach und liegt so nah, hach wenn ich doch mehr Zeit zum Ausprobieren hätte …

  13. Buntköchin sagt:

    @Alex: Ja, zu Fladebrot passt das sicher sehr gut.
    @Steph: Ajvar ist wirklich simples Gaumen-Glück. ;-)
    @Johannes: Über die Vitamine habe ich noch gar nicht nachgedacht. Da hast du sicher recht, dass mit Schale mehr drin sind. Und bei Bio-Gemüse kann man die Schale ja bedenkenlos mitverarbeiten.
    @Robert: Peperoni ist für mich ganz etwas Scharfes. In der Schweiz ist das anscheinend die bei uns übliche Paprika. Ich muss unbedingt den kleinen Grundkurs Schwizerdütsch machen, Sonst koche ich deine Rezepte vielleicht falsch nach.
    @Tobias: Ganz deine Meinung. Veggie-Brotaufstriche gehen immer.
    @Jutta: Deine Kellergemächer würde ich gerne mal sehen. Die sind sicher sehr vielseitig bestückt. Mach doch mal ein Foto Anfang Herbst und eines Anfang Sommer. ;-)
    @Alex: Die südlichen Mamas machen das Ajvar sicher besonders gut. Da wandert das Gemüse aus der Erde direkt in den Ofen. Schmeckt sicher besonders gut.
    @Erich: a) Es hält sich ein paar Monate. Genau kann ich es nicht sagen, weil bei uns immer alle relativ schnell aufgegessen sind. Angebrochene Gläser im Kühlschrank innerhalb von 3 Tagen aufessen, würde ich sagen. Deshalb nehme ich kleine Gläser. Ich fülle in sterile Gläser ab und schütte ein wenig Olivenöl oben drauf. Das verlängert angeblich die Haltbarkeit. Das Abgefüllte sterilisiere ich nicht nochmal. Aber wenn man das macht, verlängert sich die Haltbarkeit sicher auch.
    b) sprich: “Aiwar”
    @Chefkoch Andy: Kurdisches Essen mag ich sehr gerne. Da gibt es tolle Lamm- und Okragerichte.
    @Gourmet: Probier es doch mal. Kann man vielseitig einsetzen, auch zum Kochen.

  14. gourmet sagt:

    Schaut toll aus, habe ich noch nie gegessen – glaube ich. Schön angerichtet wie immer. :)

  15. Ist ein tolles Rezept für Ajvar. Ich habe mal in einem Kurdischem Restaurant gearbeitet in dem das ganz ähnlich gemacht wurde.

  16. Erich sagt:

    Toller Brotaufstrich, vegetarisch und wenig Fett. Dazu 2 Fragen:
    a) Wie lange hält der Ajvar im verschlossenen Glas? Wie ich verstehe, füllst Du “nur” ab und verschliesst noch heiss, sterilisierst aber das ganze nachher nicht separat.
    b) Wie wird Ajvar ausgesprochen? Aiwar oder Adschwar oder anders?

  17. Alex sagt:

    Mein ehemaliger Mitbewohner, Jugoslawe, hat am Wochenende immer Ajvar von seiner Mutter mitgebracht. Wir haben uns regelrecht darauf gestürzt. Habe nie nach dem Rezept gefragt, aber sicherlich werde ich deins ausprobieren.

  18. Jutta sagt:

    Ich sach nur: Thermomix. Vor meinem geistigen Auge sehe ich, wie Glas um Glas in den Keller wandert, zu den anderen Vorräten, die sich dort im Laufe des Sommers ansammeln werden. Herrlich!

  19. Gute Idee. Vegetarische Brotaufstriche kann ich nicht genug bekommen.

  20. lamiacucina sagt:

    Warum nicht einmal etwas mehr davon herstellen ? Ich machte bislang nur Kleinstmengen zum Sofortverbrauch. Danke für das Rezept. Schön angerichtet in der gelben Peperoni !

  21. Johannes sagt:

    Warum das Glas aus dem Supermarkt wenn das Gute liegt so nah? Sehr schönes Rezept und hast Recht warum das Gemüse schälen, viel besser so wie Du es gemacht hast. Außerdem kriegen wir auf diese Art ein wenig mehr Vitamine mit dazu.

  22. Steph sagt:

    Das hört sich ja mal simpel an und sieht fantastisch aus!
    Nächsten Dienstag ist Markttag, dann steht Dein Ajvar auf dem Plan.

  23. barcalex sagt:

    Bin auch kein Freund des Paprika häutens – stell mir das auch gerade zu deinen tollen Fladenbroten vor …

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