
Wiener Saftfleisch
Ein einfaches Wiener Gericht, dessen guter Geschmack sich nicht anhand eines Blickes auf die Zutatenliste erahnen lässt. Das Saftfleisch meiner Wiener Schwiegermutter bietet sich als Rezept erster Wahl um als Nicht-Koch mit Leichtigkeit Gäste zu beeindrucken. Einfacher kann man ein „Sonntagsessen“ kaum zubereiten und wenn die Knödel oder Nudeln dann nicht selbstgemacht sind, wird einem das mit Sicherheit jeder verzeihen. Bei uns gibt es traditionell Hörnchen zum Saftfleisch. Die hatte aber irgendwer schon aufgegessen, deshalb nahmen wir dieses Mal mit Bandnudeln vorlieb. Fand ich eigentlich auch besser dazu als die ewig gleichen Hörnlis. Für Vegetarier die Hölle, macht ein ordentliches Saftfleisch Fleischfreunde mit Sicherheit sehr glücklich!
Rezept für zwei Fans der Wiener Gasthaus-Küche
Rindfleisch klopfen. Beide Seiten salzen und pfeffern. Eine Seite der Schnitzel mit Senf einstreichen, die andere Seite bemehlen.
In einer Pfanne beidseitig anbraten bis es zart angebräunt ist und rausnehmen. Gepressten Knoblauch mit einem Esslöffel Senf im Bratenrückstand in der Pfanne verrühren und mit Rindssuppe aufgießen. Fleisch wieder hineinlegen und zugedeckt bei niedriger Temperatur 1 Stunde lang dünsten lassen. Die Schnitzel sollten mit Rindssuppe bedeckt sein.
Dazu passen sehr gut Nudeln oder Serviettenknödel und ein grüner Salat.
Zutaten
2 Rindsschnitzel
2 Knoblauchzehen, gepresst
500 ml Rindssuppe
1 EL scharfer Senf (Englischer oder Dijon-Senf) für die Pfanne
und ein bisschen zum Einstreichen
etwas Mehl
Salz, Pfeffer
Öl zum Anbraten
also habs mit Bavette Nudeln probiert. Die sind schmaler als die Bandnudeln auf dem Foto passen aber auch gut dazu.
Das spricht ja für die Originalität als Wiener Speise. Ein Dank an alle Schwiegermütter.
Das haben wahrscheinlich die meisten Schwiegermütter so ähnlich gemacht, die meinige auch!
Mal sehen, ob unser Schlachter mit dem “Rinderschnitzel” was anfangen kann.
Aber das Rezept klingt super-gut!
Werden wir demnächst mal nachkochen!
@Hannes: Dann hast du dir die richtige Mutter ausgesucht.
Freut mich, dass es auch mit Roastbeef funktioniert, hätte ja sein können, dass es total auseinanderfällt und das wäre dann sehr schade gewesen.
@Kerstin: Mmmhh, Hirschgulasch wäre für mich auch eine gute Alternative.
@Berit: Rinderschnitzel ist ja auch kein junges, cooles Gericht, kein Wunder dass sie das nicht kannte.
War trotzdem extrem lecker, was “minderwertigeres” gab es bei dem Fleischer wohl auch gar nicht, zumindest konnte die junge Frau mit Rinderschnitzel nix anfangen
Das ist ja witzig, habe ich doch für heute Serviettenknödel geplant.
Allerdings gibt`s bei uns heute Hirschgulasch dazu – aber dein Rezept hier klingt toll (findet auch der Hobbykoch) und wir werden es auf jeden Fall im Hinterkopf behalten und bei Gelegenheit nachkochen
Liebe Grüße von Kerstin
Jawohl, vollkommen Deiner Meinung, dieses Rindsschnitzel so zubereitet ist eine Wucht! Genau so bereitete meiner Mutter die Dinger immer zu.
@Alissa: Freut mich. Mach mal.
Männer brauchen Fleisch!
@Claus: Ist ja auch ein Männeressen.
@Arthurs Tochter: Versuchs mal. Ist sehr lecker.
@Susa: Österreich ohne Saftfleisch? Hast du vielleicht immer beim Griechen gegessen?
@Mipi: Ja, ist eh o.k.
@Berit: Oh, das Roastbeef ist eigentlich zu schade um es zu Saftfleisch zu machen. Ich hab da auch gar keine Erfahrung, wie das mit der Kochzeit ist. Tut mir leid, keine Ahnung, was passiert, wenn man Roastbeef statt Rindsschnitzel nimmt.
Hmm ich hab jetzt Roastbeef gekauft, weil Rinderschnitzel hatten sie irgendwie nicht, oder is das das gleiche?
Mit Bandnudeln ist das doch optimal.
Obwohl ich meine Jugend im schönen Österreich verbrachte, ist dieses feine Gericht mir nicht untergekommen. Scheint, als hätte ich etwas verpasst!
Davon habe ich noch nie gehört, aber wenn ich das so lese bin ich mir ganz sicher, dass es mir schmecken würde!
das passt jetzt hervorragend, irgendwie bin ich zur Zeit ziemlich fleischig drauf…
Oh wie toll und eine schmackhafe überschaubare Protion… lecker lecker… muss ich unbedingt mal wieder machen und ich werde gerne Dein REzept verwenden
@Aurélie: Das sind Rindsschnitzel. Die sind nicht fettig. Das mit dem vielen Fett ist das Schweineschnitzel.
Ja, die Griechen haben es nicht so mit Rindsschnitzeln. Viel Glück!
@Kochend-heiß: Das sind kleine Nudeln, die ein bisschen gekrümmt sind, innen hohl. Die heißen auch Hörnchennudeln. Verwendet man eigentlich nur als Beilage.
@Schnickschnackschnuck: Spätzle würde ich auch gut dazu finden. Du kannst ja auch eine Portion einfrieren und dir gönnen, wenn der Vegetarier mal nicht da ist.
@Tobias:
Ein Klassiker wie schön. Jetzt muss ich hier nur noch das richtige Schitzel bekommen. Das könnte spannend werden.
Das gefällt mir ausgezeichnet, lässt sich der Aufwand doch auch für bloß eine Portion vertreten. Mein vegetarischer Mitesser darf sich derweil Gemüse frei Wahl zu den Nudeln gönnen, bzw. Spätzle wollt ich bei Gelegenheit mal ausprobieren. Das könnte so eine sein.
Toll, kenne ich gar nicht. Vorallem stellt sich mir die Frage: was sind Hörnli?
dein Saftfleisch sieht toll aus. Generell mag ich kein Schnitzel ( zu fettig) aber du hast mir wieder Appetit auf “wienerische” Fleischspezialitäten gegeben, danke
@Evi: Das bekommst du auf jeden Fall hin.
@Milliways: Keine einziges Faserchen ist noch da!
@Nathalie: Ja, das ist Winteressen.
@Lamiacucina: Da müsstest du aber in vielen Gasthäusern ständig einkehren. Hartes Los fürs Kalorienkonto!
@Basler Dybli: Willkommen im Live-Chat. So schnell wurde heute noch kein Kommentar beantwortet, aber wenn Saftfleisch ruft, darf man keine Zeit verlieren. Richtig, das ist Rindsbouillon, auch Fleischbrühe genannt. Wenn keiner zuschaut, darf es auch ein Suppenwürfel in Wasser aufgelöst sein.;-)
Wunderbar! Schon das Bild lockt zum Nachkochen. Kleine Verständnisfrage: Rindssuppe = Rindsbouillon? Besten Dank für die klärende Antwort bevor ich “loslege”.
In dem Wiener Gasthaus, das mir ein solches Gericht anbietet, wäre ich sofort Stammgast.
Das sind so die Klassiker, die immer schmecken und im Winter und bei “Sauwetter” einfach super sind.
Mhhhhh… ich schätze mal, da ist kein Stück für mich übrig geblieben.
Ich koche generell nicht allzu viel mit Fleisch, weil bisher meist etwas schief gegangen ist;-) Aber das hört sich so einfach (und soooo lecker) an, dass hoffentlich sogar ich das hinbekomm!