
Köttbullar
Köttbullar – all you can eat! Diese fünf Worte auf einem blau-gelbem Plakat hätten Karlson vom Dach sicher in helle Aufregung versetzt. Kleine schwedische Fleischbällchen, von denen immer noch eins mehr geht, sind schon eine feine Sache. Leider ist mir die Sauce zu den Köttbullar in der Schwedenkantine, vornehm ausgedrückt, nicht genehm. Und damit ich auch mal am All-you-can-eat teilnehmen kann, habe ich es kurzerhand heute Mittag bei mir zu Hause veranstaltet. Die Elch-Freunde scharrten ungeduldig mit ihren Gabeln. Preiselbeeren formierten sich zum schwedischen Volkstanz und als die frisch entworfene Senfcrèmesauce ihre Spiralen auf den Tellern zog, waren die Köttbullar zum Abschuss freigegeben. Geschmacklich fand ich sie besser als beim Schweden und die Senfcrèmesauce harmonierte ausgezeichnet.
Rezept für zweieinhalb Freunde von Karlson
Zwiebelwürfelchen in Öl bei niedriger Temperatur glasig dünsten. (5-6 Minuten) Hackfleisch mit Ei, Paniermehl, Sahne, Petersilie und den gedünsteten Zwiebelwürfeln verkneten. Salzen und pfeffern.
Backofen (Ober-Unterhitze) auf 160°C vorheizen. Kleine Fleischbällchen formen. (mit feuchten Händen geht’s am besten) Bällchen in einer großen Pfanne bei mittlerer Temperatur in Öl rundherum braun anbraten. Dann im Ofen weitere 8 Minuten backen.
Kalbsfond in die heiße Pfanne mit dem Bratensatz geben und mit einem Kochlöffel den Ansatz lösen. Sahne dazugeben. Einkochen lassen. Süßen, groben Senf einrühren. Salzen und pfeffern. Wer die Sauce gerne etwas dichter mag, gibt jetzt etwas Saucenbinder dazu und kocht das ganze noch ein paar Minuten auf.
Dazu passen sehr gut Salzkartoffeln und Preiselbeeren.
Zutaten
für die Köttbullar:
500 g Rinderhackfleisch (Rindsfaschiertes)
1 Zwiebel, feine Würfelchen
1 Ei
3 EL Paniermehl (Semmelbrösel)
3 EL Sahne (Obers)
1 EL Petersilie, fein gehackt
Salz, Pfeffer
Öl zum Braten
für die Senf-Crème-Sauce:
125 ml Kalbsfond
125 ml Sahne (Obers)
2 EL süßer, grober Senf (beim Schweden gibt’s einen guten im Glas)
Salz, Pfeffer
eventuell Saucenbinder
Preiselbeer-Konfitüre, Kartoffeln
Kalbsfond ist eine Suppe aus Kalbsknochen, Kalbfleisch, Suppengrün, Tomate, Weißwein und ein paar anderen Sachen. Da gibt es verschiedene Rezepte. Ich kaufe Kalbsfond ganz barbarisch im Glas im Supermarkt. Kalbsfond macht einen ganz tollen Soßengeschmack. Wenn du an keine Fonds rankommst, weichst du am besten auf Rindssuppe aus. Hast du keine und willst keine machen, dann gibt es auch noch die feinen gepressten Suppenwürfelchen. Kennst sicher. Ist nicht ganz so raffiniert, schmeckt aber sicher auch.
Wos isch “Kalbsfond”?
Mhmmm Sieht super toll aus und grad vorgestern war ich erst beim Möbelschweden und habs mir schmecken lassen. Das wird nachgemacht. Karlson vom Dach is eh cool
Ich liebe ja diese kleinen Fleischbällchen und für`s Mittagessen fehlt mir noch das richtige Rezept. Aber ich glaube, heute ist mir mehr nach Nudeln, mal sehen, was mir noch bis mittag in den Sinn kommt. Das hier merke ich mir auf jeden Fall mal – besonders die Senfsauce reizt mich sehr
Viele liebe Grüße von Kerstin
Ja genau, mich begeistert diese Zusammensetzung, das alles mit der feinen Sauce, sehr sehr lecker!
Köttbullar klingt doch schon merkwürdig, oder?
) Die Senfcremesauce gefällt mir allerdings ausnehmend gut mit einer Variation (Gemüsefond)
@Lamiacucina und Basler Dybli: All-you-can-eat bedeutet nicht, dass etwas übrig bleibt. Danach folgt ja noch der Haltbarkeitstest. In stündlichen Abständen wird die Feuchtigkeit der Fleischklopse überprüft. Schweizer Carepakete sind bei diesem Testverfahren leider nicht möglich. Ein Antrag auf Verfahrensänderung kann gestellt werden. Bitte habt Verständnis dafür, dass es bei der Bearbeitung aus administrativen Gründen zu einigen Jahren Wartezeit kommen kann.


@Kochend-heiss: In der Schwedenkantine werden die auch stundenlang warm gehalten. Das sorgt auch nicht gerade zur Geschmacksintensivierung.
@Milliways: Das Fischbuffet finde ich ganz gut. Ansonsten hast du wirklich nichts verpasst.
@Nathalie: Falls man nicht gerade Vegetarier ist, auf jeden Fall!
@Petra: Lecker, dein Preiselbeerchutney!
@Eva: Gibt allerdings Löcher im Tischtuch. Also vorsicht mit der Gabel!
@Bolli: Bei Michel in Lönneberga gabs auch oft so leckere Sachen. Da wäre ein Buch interessant mit den gesammelten Gerichten aus den Lindgrenwerken. Habe gerade geschaut und das gibts wirklich. Boah, muss ich haben!
Sehr diplomatisch um die Möbelhaussoße herumgekommen!
Ich liebe alles was polpetta, Bulette, Fleischpflanzerl und Köttbullar heißt
Das Sößchen muss ich mir unbedingt abschauen.
Karlson vom Dach, ach nee, da hat noch jemand Astrid Lindgren als Kind gelesen…..
Da würde ich auch mit der Gabel scharren!
Oh ja, Köttbullar! Auch hier sehr viel lieber heimisch als im Möbelhaus gegessen. Preiselbeerchutney schmeckt auch gut dazu:
http://peho.typepad.com/chili_und_ciabatta/2009/01/k%C3%B6ttbullar-mit-preiselbeerchutney.html
Das muß doch einfach schmecken!
An dieser Stelle muss ich gestehen, dass ich im Schwedenhaus noch nie etwas gegessen habe… ich ziehe dann lieber gleich deine Köttbullar vor!
Habe ich auch schon selber gemacht, an einem Samstag nachdem wir das schwedische Möbelhaus besucht hatten. Also ganz klassisch. Selbergemacht ist einfach viel besser!
Bescheiden wie ich bin bestelle ich 3 Kugeln MIT Sauce (nachdem ich beim Gratin bereits zu spät war). Und damit du Versandkosten sparen kannst, bitte ich dich nur ein Paket nach Basel zu senden. lamiacucina und ich werden uns die Kugeln teilen.
Volltreffer ! Ich habe eine Kugel getroffen ! Krieg ich die jetzt nach Hause geschickt ?