Gebratene Gans mit Kartoffelknödel und Rotkraut Rezept

Gebratene Gans mit Kartoffelknödel und Rotkraut

Gebratene Gans mit Kartoffelknödel und Rotkraut

Klassischer Gänsebraten mit Knödeln und Rotkraut ist für mich immer ein kleines Fest. Gute Freunde von mir hatten in den Gansl-Monaten November und Dezember keine Möglichkeit an diesem köstlichen Event teilzunehmen. Es spricht ja eigentlich auch nichts dagegen sich diese Freude in einem der folgenden kalten Zeiten zu gönnen. Ein wenig Vorbereitungsarbeit muss man allerdings schon einplanen. Das Rotkraut gehört am Vortag mariniert und um die Gans vorzubereiten und zu braten, muss man sich für diesen Morgen im Club der Langschläfer abmelden. Da ein Dessert erfahrungsgemäß nach dem großen Fressen überflüssig ist, empfehle ich zum Abschluss ein kleines Stamperl klare Flüssigkeit. Ach ja, und den Bratensaft wird man auf dem Foto vergeblich suchen. Der war nämlich nach dem Essen verschwunden.



Rezept für sechs klassische Bratenfreunde

Gänsebraten

Backofen auf 150°C vorheizen. Gans sorgfältig waschen und gut abtrocknen. Von innen salzen und mit Majoran einreiben. Äpfel, Thymian und Rosmarin in die Gans füllen. Von außen salzen, pfeffern und mit Majoran einreiben. Bräter ungefähr 1 cm mit Wasser füllen und die Gans mit der Brustseite nach unten reinlegen. In den vorgeheizten Ofen geben und nach 1 1/2 Stunden die Gans wenden. Während der gesamten Bratzeit die Gans alle 30 Minuten mit einer Gabel an verschiedenen Stellen anstechen und regelmäßig mit dem Bratensaft übergießen. Insgesamt die Gans ungefähr 3 Stunden braten. Den Bratensaft in einen Topf schütten und mit Hühnersuppe aufgießen. Das Fett abschöpfen, aufkochen und mit Saucenbinder etwas andicken. Fertige Sauce durch ein Sieb abgießen. Die Gans mit einer Geflügelschere zerteilen.

Kartoffelknödel

Kartoffeln ungeschält kochen, schälen und mit einer Kartoffelpresse zu Mus drücken. Mit Kartoffelstärke mit Salz, Muskat und Gries vermischen. Verkneten bis ein glatter Teig entsteht und mit feuchten Händen zu Knödeln formen. Kartoffelknödel im Mehl wälzen. In einem großen Topf mit leicht wallend kochendem Salzwasser ungefähr 20 Minuten kochen.

Rotkraut

Zutaten der Marinade vermischen. Fein geschnittenes Rotkraut über Nacht in der Marinade einlegen. Zucker in einem trockenem Topf bei mittlerer Temperatur schmelzen lassen. Zwiebel und Öl dazugeben und goldgelb braten. Rotkraut dazugeben und etwas Wasser dazuschütten. Bei niedriger Temperatur dünsten bis das Kraut gerade noch bissfest ist. Mit etwas Maisstärke binden und nochmal aufkochen lassen.

Zutaten

1 Gans (ca. 4 kg)
250 ml Hühnersuppe
1 Zweig Rosmarin
etwas Thymian
etwas Majoran
ungeschälte Äpfel ohne Gehäuse
Salz, Pfeffer

für die Kartoffelknödel (8 Knödel):
1 kg Kartoffeln, mehlige Sorte
40 g Weizengrieß
200 g Kartoffelstärke
Prise Muskat
Salz

für das Rotkraut (6 Portionen):
1 kg Rotkraut, in feine Streifen geschnitten

zum Marinieren:
2 geriebene Äpfel, geschält
1/2 TL Kümmel
1 EL Preiselbeermarmelade
1 Spritzer Apfelessig
Saft von 3 kleinen ausgepressten Orangen
1 Zimtstange
250 ml Rotwein, trocken
Salz, Pfeffer

für die Zubereitung des Rotkrauts:
50 ml Öl
1 EL Zucker
1 Zwiebel, in feine Streifen geschnitten
20 g Maisstärke

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14 Kommentare zum Beitrag “Gebratene Gans mit Kartoffelknödel und Rotkraut Rezept”

  1. Andrea sagt:

    Ich find die Gans ganz schön dunkel. Hat die noch geschmeckt?!

  2. Buntköchin sagt:

    @alle: Entschuldigung, dass ich erst so spät auf eure netten Kommentare reagiere. Mein Snowboard wollte mit mir durch die Alpen gleiten und so war ich eine Weile von der Computerwelt abgeschnitten.
    @Schnuck: Sie Sauce ist immer so schnell weg. Manche Leute baden ihr Gansl im Bratensaft. Da ging der Fototeller dann leer aus.
    @Arthurs Tochter: Nach März habe ich auch noch nie irgendwo Gansl bekommen. Liegt wohl am Nährstoffgehalt. ;-)
    @Fabella: Rotkohl schmeckt selbstgemacht viel besser. Kannst auch den Rest einfrieren. Das ist sehr praktisch.
    @Petra: Verzeih mir, Essensfotos sind immer schlimm. geht mir bei dir auch immer so. ;-)
    @Hannes: Zweimal gans am Tag geht nicht. habe ich gemacht und man fühlt sich dann nicht mehr gut.
    @Mipi: Weihnachten steht ja praktisch vor der Tür. ;-)
    @Mestolo: Du bist immer so genügsam. :-)
    @Kochend-heiss: Mein Mann hat mal Knödel gemacht, die wie Kleister schmecken, aber hübsch waren sie. Es gibt da also mehrere Varianten. ;-)
    @Houdini: Das sind auch große Gnotschi. :-)
    @Claus: Wahrscheinlich, weil es dir reicht mit der Ganslfresserei. ;-)
    @Charlotte: Ist sowieso fettig genug, auch ohne Sauce. Ganz meine Meinung. :-)
    @Jutta: Das ist Internetschmerz, den kann man nur mit Gänsefett bekämpfen. ;-)

  3. Jutta sagt:

    Das Stamperl brauche ich jetzt auch – um den Schmerz zu ertränken, dass vor mir nur der Computer steht und kein Teller mit ganz viel Gans.

  4. Charlotte sagt:

    Hmmmm, das sieht ja wahnsinnig lecker aus. Und ich finde, Sauce braucht es dazu nicht. ;-)

  5. Claus sagt:

    komisch, warum mach ich nach Dezember keine Gans mehr?

  6. Houdini sagt:

    Wie bereits einige male geschrieben, aber nie gemacht: Ich muss mich bald an Knödel wagen! Deine Kartoffelknödel scheinen nicht so schwierig, wie grosse Gnotschi.

  7. kochend-heiss sagt:

    Klöße selbermachen ist bei mir mehrmals schief gegangen, daher gibt es derzeit nur den Fertigbrei – bis ich mich noch mal rantraue. Deine sehen toll aus und gegen die Gänsekeule hätte ich auch nichts. :-)

  8. mestolo sagt:

    Hach, Klöße. Dazu brauch’ ich keine Gans…

  9. mipi sagt:

    Das sieht wie immer zum Anbeißen aus. Muss ich mir gleich für das nächste Weihnachtsfest vormerken.

  10. Hannes sagt:

    Gebratene Gans, sehr lecker, klar die geht jetzt immer noch! Und wie! :-)

  11. Jetzt sitz ich hier und schmachte den Monitor an… und du bist Schuld daran!

  12. Fabella sagt:

    Boh sieht das lecker aus. Rotkohl hab ich noch nie selbstgemacht .. klingt aber gar nicht so kompliziert wie ich feststellen muß.

    Danke!

  13. Keine Sauce mehr da???
    Aber Du hast recht, Gänsebraten geht bis März! ;)

  14. Wie, keine Sauce? Geht gar nicht! Ansonsten gern, jederzeit.

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