Erdbeer-Marmelade

Erdbeer-Marmelade

Erdbeer-Marmelade

Erdbeer-Marmelade selber machen ist ungefähr so schwierig wie Wasser kochen. Auch die eingefleischten Nicht-Köche können bei dieser beerigen Angelegenheit große Erfolge verbuchen. Für mich war die Marmeladen-Kocherei jahrelang eine Spielwiese für Experimente mit verschiedenen Zutaten. Mit der Erkenntnis: je weniger Schnick-Schnack-Zutaten desto leckerer. Eine hervorragende Qualität der Früchte sollte oberste Priorität haben, dann kann nichts mehr schief gehen. Die Erdbeeren am besten selbst pflücken oder frisch auf dem Markt kaufen, da Supermarkt-Früchte nachts im Kühlhaus gelagert werden und an Geschmack verlieren. Das Schwierigste an diesem Rezept ist die Disziplin aufzubringen nicht die ganzen Erdbeeren wegzunaschen, bevor man sie verkocht hat. Achtung auch vor Personen, die freien Zugang zur Küche haben, da kann schnell was wegkommen. Die nachfolgenden zwei Rezepte für Erdbeer-Marmelade sind meine Lieblings-Rezepte mit nur ganz wenig „Schnick-Schnack“!

Rezept für 6 kleine Einmachgläser feiner Erdbeer-Traum mit Vanille

Erdbeeren gut waschen, putzen und vierteln. Mit Pürierstab zerkleinern oder zerstampfen. Zitronensaft und Zucker mit dem Erdbeer-Mus vermischen. Von einer Vanilleschote ein Viertel abschneiden, der Länge nach aufschlitzen und das Vanille-Mark rauskratzen und in die Erdbeermasse einrühren. Bei hoher Temperatur unter Rühren zum Kochen bringen und ungefähr 3 Minuten kochen. Dabei immer weiterrühren. Falls Schaum entsteht muss dieser unbedingt abgeschöpft werden, da er die Haltbarkeit verkürzt. In sterile Einmachgläser randvoll abfüllen und 5 Minuten auf dem Kopf stehen lassen. Dann umdrehen und komplett auskühlen lassen.

Zutaten

1 kg Erdbeeren
Saft einer Bio-Zitrone
1/2 kg Gelierzucker 2:1
1/4 Vanilleschote

Um sicher zu gehen, dass die Marmelade optimal geliert ist, kann man einen kleinen Teller in den Kühlschrank stellen und am Ende der 3 Minuten Kochzeit ein paar Tropfen Marmelade auf diesen kalten Teller gleiten lassen. Wenn die Marmelade auf dem Teller erstarrt, ist sie fertig und kann vom Herd genommen werden.


Rezept für 6 kleine Einmachgläser blumige Erdbeer-Holunderblüten-Komposition

Erdbeeren gut waschen, putzen und vierteln. Mit Pürierstab zerkleinern oder zerstampfen. Gelierzucker mit dem Erdbeer-Mus vermischen. Bei hoher Temperatur unter Rühren zum Kochen bringen und ungefähr 3 Minuten kochen. Dabei immer weiterrühren. Holunderblüten-Sirup einrühren und gut entschäumen. In sterile Einmachgläser randvoll abfüllen und 5 Minuten auf dem Kopf stehen lassen. Dann umdrehen und komplett auskühlen lassen.

Zutaten

1 kg Erdbeeren
100 ml Holunderblütensirup
1/2 kg Gelierzucker 2:1

22 Kommentare zum Beitrag “Erdbeer-Marmelade”

  1. Lucy sagt:

    Super ich habe das Rezept zum ersten mal benutzt und es ist mir super gelungen. Meine Kinder sagen es auch

  2. Ulrike sagt:

    Mischt noch einen kleinen Schuss Zitronensaft oder Limettensaft unter, dann bleibt die Marmelade schön rot, und wird nicht mir der Zeit braun im Glas.

    Grüsse

  3. Buntköchin sagt:

    Hallo Stefan, wenn es gut riecht ist das ja schon mal ein gutes Zeichen. ;-) Den Schaum schöpft man am Ende des Kochvorgangs ab. Es sei denn die Früchte schäumen sehr stark, dann schöpfe ich auch schon während des Kochens. In unserem Gelierzucker ist das Pektin schon mit drin. Deshalb weiß ich leider nicht, wieviel das in reinen Gramm oder Cups wäre. Ich denke, du bist mitten in einem Marmelade-Abenteuer und ich wünsche dir, dass was Essbares dabei rauskommt. Viel Glück und liebe Grüße, Buntköchin

  4. Stefan sagt:

    Hallo,

    ich habe so eben dieses Rezept ausprobiert. Ich weiß zwar noch nicht, ob es geklappt hat, aber riechen tut es schon mal gut.

    Ich habe mich gefragt, wann genau sollte man denn den Schaum abschöpfen? Schon während des Kochens, direkt danach also noch im Kochtopf oder im Glas?

    Und dann noch eine Frage: Ich wohne zur Zeit in Kanada und hier gibt es keinen Gelierzucker, zumindest kennt man das hier nicht. Hier benutzt man nur “Pectin”. Das ist eine transparente flüssige Masse, die man in Packungen kauft und deshalb ist es auch schwierig halbe Mengen zu kochen… Hast du (oder jemand anderes) damit schon mal Marmelade gekocht? Ich habe jetzt einfach den Versuch gemacht und für 1kg Marmelade 1 Packung Pectin genommen. Das Problem ist auch, dass hier in “Cups” (Tassen) die Mengenangabe gemacht wird (also auf der Pectin-Pakcung).

    Danke und Viele Grüße
    Stefan

  5. Buntköchin sagt:

    @claudia: Ich vermute, dass du Holunderblüten-Sirup meinst. Du bist hier im Marmeladerezept. Egal, das hört sich gar nicht gut an. Musst du auf jeden Fall wegschmeißen, sonst vergiftest du dich. Hast du es die 3 Tage kühl gestellt? Ist schwierig rauszufinden, was schiefgegangen ist, wenn ich nicht dabei war. Falls du es nochmal ohne Risiko versuchen willst, gib 2 Zitronen geschnitten und 50 g Zitronensäure rein.

  6. claudia sagt:

    auch ich habe gerade das rezept ausprobiert. nach genau 3 tagen habe ich den sud gerade eben abgeseiht—auf einigen zitronen war es jedoch etwas weisslich(edelschimmel?)und das ganze schon etwas schlierig/schlonzig. riecht auch etwas bitter. lohnt es sich überhaupt, da jetzt noch den zucker reinzutun? meines erachtens ist das irgendwie gekippt.
    grüsse, claudia

  7. Buntköchin sagt:

    @Ulrike: Alpenrepublik klingt schön. :-)
    @Chefkoch Andy: Da musst du erst mal Erdbeermarmelade kochen.
    @Mestolo: Super.
    @Wienermädel: Liebe Grüße aus der Heimat. ;-)

  8. Wienermaedel sagt:

    Oh, das finde ich einen guten Tipp, Erdbeermarmelade mit 2:1 habe ich zwar schon eingekocht, aber mit Hollerblüten-Sirup möchte ich sie gerne nocheinmal probieren!
    Liebe Grüße aus dem Salzkammergut

  9. Mestolo sagt:

    Gute Idee mit dem Sirup. Ich werde das ausprobieren.

  10. Bei diesem Anblick könnte ich doch glatt mein Frühstück vorziehen!

  11. Ulrike sagt:

    Ja, das stimmt und vor allem verdanken wir dieser Alpenrepublik, dass es wieder Erdbeermarmelade gibt :-)

  12. Buntköchin sagt:

    Rechtlich gesehen, dürften sie bestimmte Konservierungsmittel verwenden. In der Praxis bestehen die österreichischen “Marmeladen” aus Frucht, Zucker, Pektin und Zitronensaftkonzentrat. Also nichts wirklich Schlimmes, irgendwie muss mans ja haltbar machen. Ich glaube, sonst würden die auf ihren Produkten sitzen bleiben. Natur ist in Österreich im Lebensmittelbereich für die Konsumenten sehr wichtig.

  13. Ulrike sagt:

    Klingt lecker! Darf in Östereich Konservierungsstoff in die Marmelade?

  14. Buntköchin sagt:

    @Gourmet: Dann musst du mehr Marmelade machen. Das ist ja das Tolle daran, dass der Sommer auch im Winter noch schmeckt.
    @Anna: Du hast ja wirklich Erdbeer-Kaffee. Ich bin beeindruckt, habe ich noch nie gesehen.
    @Anikó: Das Gläser-Problem kenne ich. Es sind irgendwie nie genug da.
    @Johannes: Das freut mich. :-)
    @Erich: Der Gelierzucker 2:1 ist nicht so süß wie 1:1, da nur die Hälfte Zucker mit den Früchten gemischt wird. Die Haltbarkeit ist ungefähr 2 Jahre. Der 1:1 Gelierzucker macht länger haltbar, für mich aber unnötog, da ich jedes Jahr frische Marmelade mache und es nicht so extrem süß mag.
    @barcalex: Ja, dann mach doch mal Marmelade. Ist auch ein total nettes Geschenk zum Mitnehmen und im Winter erfreust du dich noch am Sommergeschmack.
    @Lamiacucina: Ja, sie duftet auch köstlich.
    @Tobias: Klar mache ich Etiketten. Grafiker müssen so was zwanghaft machen. ;-) Die sind dann aber so professionell, dass es wie gekaufte Marmelade aussieht und mein Foto sieht dann wie Werbung aus. Deshalb klebe ich die erst nach dem Fotografieren drauf.

  15. designst du da auch hübsche Etiketten dazu?

  16. lamiacucina sagt:

    auch wer kaum Marmelade isst, könnte da schwach werden, so frisch ist sie wunderbar.

  17. barcalex sagt:

    Hab noch nie Marmelade gemacht, aber klingt ja nicht sooo schwierig :) Die zweite Variante finde ich sehr sehr interessant – ich liebe Holunder. Geniales Foto mal wieder – aber das muss man ja eh bei jedem deiner Fotos schreiben.
    @Erich: das ist glaub ich der Anteil von Frucht (1kg) zum Zucker (1/2)= 2:1. Bei 1:1 ist das Ganze dann zwar süßer, hält aber auch länger, da der Zucker besser konserviert. Bei 2:1 muß dieser wenigere Zucker durch zusätzliche Konservierungsmittel ausgeglichen werden – wenn ich das richtig verstanden habe.

  18. Erich sagt:

    Das mit der Vanille und auch der Holundersirup bringen noch eine andere Note zu den Erdbeeren. Meine Mutter mischte Rhabarber und Erdbeeren, damit wurde die Konfitüre nicht so arg süss wie bei Erdbeer allein.
    Was heisst das 2:1 beim Gelierzucker?

  19. Johannes sagt:

    Das wird von mir gemacht, zumal ich hier schon grandioses nachgemacht habe.

  20. Anikó sagt:

    Kann es förmlich auf einem knusprigen Brötchen mit Butter schmecken :) Holunderblütensirup wurde gestern gerade abgefüllt, würde sich ja anbieten … Aber jetzt scheitert es schon wieder an den Gläsern *grummel*

  21. Anna sagt:

    und dazu nen Erdbeer-Kaffee:) Tolles Foto. Beste Grüße

  22. gourmet sagt:

    Lecker lecker, selbst gemacht ist doppelt so gut. Hält garantiert nicht bis zum Winter vor. :)

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